Liquiditätsplanung

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Liquidität ist die Fähigkeit eines Unternehmens, die zu einem Zeitpunkt (z. B. ein bestimmter Tag) zwingend fälligen Zahlungsverpflichtungen (z. B. Lieferantenverbindlichkeiten, Löhne und Gehälter, Zinsen, Steuern) uneingeschränkt erfüllen zu können.

Vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, der Liquidität erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Die Ursachen vieler Insolvenzen ist häufig nicht vorrangig in der Rentabilität, sondern aufgrund anderer Schwachstellen in der Unternehmensführung und in der daraus resultierenden Zahlungsunfähigkeit zu finden.

Die Liquiditätsplanung, d. h. die Planung der zukünftigen Geldabflüsse und Geldzuflüsse sind für den Bestand des Unternehmens überlebenswichtig.

Zahlungsschwierigkeiten bzw. die Zahlungsunfähigkeit gehört zu den größten existenzbedrohenden Problemen eines jungen Unternehmens und sind die häufigste Ursache für die Insolvenz. Ziel der Liquiditätsplanung ist es, die betrieblichen Geldströme so zu steuern, dass die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens jederzeit erhalten bleibt; d. h. das Unternehmen immer in der Lage ist, fällige Zahlungen auch zu leisten.

Bei der Liquiditätsplanung ist der Zeitpunkt (und natürlich die Höhe) des zu erwartenden Geldzuflusses entscheidend. Die Geldzuflüsse sollten in der Regel ausreichen, die  notwendigen Geldabflüsse zu decken. Bei der Liquiditätsplanung werden daher die zu erwartenden Geldzuflüsse den notwendigen Geldabflüssen zeitlich so genau wie möglich gegenübergestellt. Ein zu erwartendes Defizit muss ausgeglichen werden können, da ansonsten die Zahlungsunfähigkeit droht.

Der Zeitraum der Planung sollte sich über drei Monate erstrecken und kontinuierlich weitergeführt werden. Je frühzeitiger ein Defizit erkannt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dieses abwenden zu können. Maßnahmen können sein:

  • Geplante Geldabflüsse verschieben, z. B. Investitionen, Privatentnahmen etc.
  • Vereinbarung von An- oder Abschlagszahlungen.
  • Verhandlungen mit der Bank oder möglichen anderen Kreditgebern über eine vorübergehende Kontokorrentkrediterhöhung oder ein kurzfristiges Darlehen

 

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Seite aktualisiert am 02. Mai 2012online seit 18. April 2012

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