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Projekt Anpassungsqualifizierung

Qualifizierungswege

Es ist nicht entscheidend ob Sie für ihre Arbeit nur angelernt und nicht ausgebildet wurden oder ob Sie einen Abschluss aus dem Ausland vorweisen können der hier nicht voll anerkannt wurde. Wir helfen Ihnen sich beruflich weiterzubilden.

Berufliche Weiterbildung ist ein Muss, wenn Sie sich gegenüber Konkurrenten behaupten möchten. Ebenso kann berufliche Weiterbildung die Wiedereinstiegschancen in eine Berufstätigkeit erhöhen. Dies ist für Arbeitslose aber auch für Frauen nach der Familienphase von Vorteil. Berufliche Weiterbildungsmaßnahmen lohnen sich insbesondere auf lange Sicht gesehen.

Die berufliche Qualifizierung ist auch für Erwachsene mit Migrationshintergrund in vielen Situationen der richtige Weg zur beruflichen Integration, zur Sicherung des Arbeitsplatzes oder zum Erhalt adäquater Beschäftigung.

Die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald möchte die Zugänge von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu bestehenden Angeboten beruflicher Qualifizierung sowie deren Teilnahmebedingungen verbessern. Dies geschieht durch neue Beratungs- und Qualifizierungsangebote im sozialen Nahraum.

Folgende Qualifizierungswege werden angeboten:

Betriebliche Qualifizierung

Der Qualifizierung liegt das Berufsbildungsgesetz BBiG (duales System) zugrunde. Die Qualifizierung findet wie auch die Ausbildung in einem Ausbildungsbetrieb statt. Der zu Qualifizierende besucht parallel zu der betrieblichen Tätigkeit den Berufsschulunterricht an einer staatlichen Schule vor Ort. Erfolgt eine Förderung der Qualifizierungsmaßnahme durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter wird die Vergütung im Regelfall nach Absprache d.h. individuell berechnet. Für den zu Qualifizierenden entstehen keine weiteren Kosten.

Eine Nachqualifizierung endet mit der Externenprüfung vor der Handwerkskammer und führt somit zum anerkannten deutschen Gesellenbrief.

Die Dauer der Qualifizierung richtet sich nach der eigentlichen Ausbildungsdauer des jeweiligen Berufs und ebenso ist es nun im Zuge des Anerkennungsgesetzes möglich die berufliche Erfahrung bei der Qualifizierungsplanung mit einzubeziehen, um so entsprechend die Dauer der Qualifizierung zu verringern.

In gleicher Weise unterstützen wir Sie auch beim Ausgleich der fehlenden Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten die im Rahmen des Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes festgestellt wurden.

Externenprüfung

Die Zulassung in besonderen Fällen – auch Externenprüfung genannt - nach § 45 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) bzw. § 37 Abs. 2 der Handwerksordnung (HwO): „Zur Abschlussprüfung ist auch zuzulassen, wer nachweist, dass er mindestens das Eineinhalbfache der Zeit, die als Ausbildungszeit vorgeschrieben ist, in dem Beruf tätig gewesen ist, in dem die Prüfung abgelegt werden soll.“ Das heißt, bei einem dreijährigen Ausbildungsberuf (Vielzahl der Ausbildungsberufe) sind 4,5 Jahre an einschlägigen Tätigkeitserfahrungen notwendig.

Dafür meldet sich der Antragsteller selbständig bei der für die Berufsbildung zuständigen Stelle mit den notwendigen Nachweisen (Zeugnisse, Arbeitsverträge etc.) unter Beachtung der Anmeldefristen an.

Wir empfehlen jedoch vor der Antragstellung ein Beratungsgespräch bei Ihrer Handwerkskammer.

Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird in den ersten beiden Handlungsschwerpunkten aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA). Der dritte Handlungsschwerpunkt wird aus Bundesmitteln finanziert.

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