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Corona-Regeln: Notbremse - Was für Friseure und Kosmetiker gilt

Lesen sie hier was aktuell gilt.

„Notbremse“ (bei 7-Tage-Inzidenz über 100):

Betriebe zur Erbringung körpernaher Dienstleistungen dürfen nur noch unter Berücksichtigung der Notbremse und der damit verbunden Auflagen öffnen.

Steigt in einem Landkreis nach Feststellung des Gesundheitsamts die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen auf über 100, müssen Betriebe zur Erbringung körpernaher Dienstleistungen (Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios sowie kosmetische Fußpflegeeinrichtungen und ähnliche Einrichtungen) wieder schließen; Friseurbetriebe und eigetragene Barbershops das Angebot reduzieren.

Den aktuellen Inzidenzwert in Ihrem Landkreis finden Sie hier  Informationen der Kommunen und Landkreise.

Ausnahmen gelten in diesem Fall aber für:

  • Friseurbetriebe und Barbershops, die nach der Handwerksordnung Friseurdienstleistungen erbringen dürfen und entsprechend in die Handwerksrolle eingetragen sind müssen nicht schließen. Es dürfen aber keine körpernahen Dienstleitungen (Bsp. Bartschneiden oder Rasuren etc.) mehr durchgeführt werden.

  • Medizinisch notwendige Behandlungen wie Podologie und Fußpflege. Podologen und Personen, die Fußpflegedienstleistungen ohne Podologie-Ausbildung erbringen, dürfen dies aus gesundheitlichen Gründen weiter tun, sofern sie sich im Rahmen des jeweils für sie geltenden Rechts bewegen.
    Ausgeschlossen ist lediglich die Form von Fußpflege, die rein kosmetischer Art ist, also der ästhetischen Verschönerung dient. Fußpflegerische Dienstleistungen von Nicht-Podologen sind erlaubt, wenn sie eine sonst eintretende gesundheitliche Beeinträchtigung vermeiden sollen und, wenn sie, generell gesehen, die Kunden nicht gefährden können.

Die Maßnahmen für Baden-Württemberg sind in der Landesverordnung geregelt. Weitergehende Vorgaben können im Einzelfall zusätzlich durch die Land-/ Stadtkreise im Rahmen aktueller Allgemeinverfügungen erlassen werden.



  Das müssen Friseure aktuell beachten

Friseurdienstleistungen dürfen – abhängig von der pandemischen Entwicklung und den daraus resultierenden Auflagen – unter strengen Hygienevorschriften umfassend angeboten werden.

Unter diesen Voraussetzungen dürfen Friseure Dienstleistungen anbieten:

Der Friseurbetrieb oder Barbershop ist entsprechend in die Handwerksrolle eingetragen und darf Friseurdienstleistungen nach der Handwerksordnung erbringen.

Auch mobile Friseurdienstleistungen sind möglich. Es gelten dieselben Vorgaben bzgl. Hygieneanforderungen und -konzept sowie der Datenerfassung nach § 14 Nr. 6 CoronaVO (unabhängig davon, ob die Dienstleistung in einem Ladenlokal oder mobil angeboten wird).

Kunden haben sich vorher angemeldet und ein Zeitfenster reserviert – am besten telefonisch, per E-Mail oder auf anderem kontaktlosen Weg. Damit sollen Wartezeiten und Ansammlungen in den Räumlichkeiten vermieden werden.

 Eine Behandlung ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung erlaubt.

 Die Infektionsschutzvorgaben nach §14 der Corona-Verordnung BW werden eingehalten. Beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Quadratmeterbegrenzung.

Bei den Behandlungen müssen sowohl die Kundinnen und Kunden als auch die Beschäftigen eine medizinische Maske oder eine FFP2-/KN95-/N95-Maske tragen.

Wenn bei einer Behandlung oder aus anderen Gründen eine Maske nicht oder nicht dauerhaft getragen werden kann, müssen die Kundinnen und Kunden einen tagesaktuellen negativen COVID-19-Schnell- oder Selbsttest vorweisen. Auch bereits geimpfte Personen müssen diesen vorlegen, da bis jetzt noch nicht eindeutig geklärt ist, ob geimpfte Personen das Virus weitergeben können oder nicht. Häufige Fragen zu den Schnelltests klärt das Bundesgesundheitsministerium.

Klarstellung des Wirtschaftsministeriums zur Zulässigkeit von Tests und deren Gültigkeit:

Wenn körpernahe Dienstleistungen angeboten werden, bei denen eine Maske nicht oder nicht dauerhaft getragen werden kann, braucht es für die Mitarbeitenden der Betriebe außerdem ein Testkonzept.

Die Kontaktdaten der Kundinnen und Kunden müssen vor Ort zur möglichen Kontaktnachverfolgung dokumentiert werden.

 Die Landesregierung informiert auf ihrer FAQ-Seite im Abschnitt  Welche Dienstleistungen müssen schließen? sowie in §1d der Begründung zur 8. Änderungsverordnung.

 Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat einen  SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk aufgesetzt und bietet eine  FAQ-Übersicht. Inwieweit Sie die Regelungen umgesetzen müssen, klären Sie bitte abschließend mit Ihrem Ordnungsamt.

 Die Regelungen der Raumnutzung des BGW gelten lediglich als Empfehlungen. Jedoch hebt die Landesregierung die Ausnahme der Beschränkung der Kundenzahl auf. Weitere Infos hierzu finden Sie im §1d zu Absatz 7 der Begründung zur 8. Änderungsverordnung.

Ansprechpartner Handwerkskammer Mannheim:

Claudia Joerg

Tel. 0621 18002-151
Fax 0621 18002-159
joerg--at--hwk-mannheim.de

Rolf Koch
Leiter Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung

Tel. 0621 18002-156
Fax 0621 18002-159
koch--at--hwk-mannheim.de

































Arbeitsschutzstandart für Friseurhandwerk:

 SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard

Das gilt speziell bei der Quadratmeterbegrenzung

Laut Wirtschaftsministerium sind Friseurbetriebe in der Corona-Verordnung von der Quadratmeterbegrenzung explizit ausgenommen, insbesondere selbstständige Friseure ohne Mitarbeiter.

Die aktuelle SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundes für Betriebe mit angestellten Mitarbeitern besagt jedoch:

  • Auch für Friseursalons gilt die Vorgabe eine Mindestfläche von 10m² pro Person, soweit die auszuführenden Tätigkeiten dies zulassen. Die Einhaltung dieser Mindesfläche gilt sowohl für die Kunden als auch für die Beschäftigten.
  • Wenn die Mindestfläche von 10m² pro Person aus betrieblichen Gründen nicht eingehalten werden kann, sind zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich (z.B. insbesondere Lüftungsmaßnahmen oder geeignete Abtrennungen), die den gleichwertigen Schutz der Beschäftigten sicherstellen.

  • Zusätzlich müssen Arbeitgeber nach § 3 Absatz 1 Corona-ArbSchV medizinische Gesichtsmasken oder FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken zur Verfügung stellen, wenn die Anforderungen an den Mindestabstand oder an die Raumbelegung nicht erfüllt werden.

  • Auch die praktische Ausbildung im Salon soll weiterhin ermöglicht werden. Wird durch die Anwesenheit von Azubis die erforderliche Mindestfläche zeitweise unterschritten, müssen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung weitere Schutzmaßnahmen festgelegt werden. Es wird empfohlen, bei Nicht-Einhalten der Mindestfläche zusätzlich FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken zu tragen.

 Wir raten dazu, die Maßnahmen des Bundes einzuhalten und umzusetzen. 

  Wie gewohnt werden wir alle neuen Informationen zur Corona-Verordnung im Allgemeinen und den Vorgaben für Friseure und Kosmetiker schnellstmöglich auf unseren Sonderseiten veröffentlichen.

Ansprechpartner Handwerkskammer Mannheim:

Jürgen Gergely

Tel. 0621 18002-157
Fax 0621 18002-180
gergely--at--hwk-mannheim.de





Das müssen Kosmetikbetriebe aktuell beachten

Nach dem Stadtkreis Mannheim (seit 16.03.) und dem Rhein-Neckar-Kreis (seit 24.03.) sind nun auch im Neckar-Odenwald-Kreis ab 06.04.2021 bis auf weiteres körpernahe Dienstleitungen nur in medizinisch notwendigen Fällen zulässig. Kosmetikstudios und kosmetische Fußpflegeeinrichtungen, sowie Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios und ähnliche Einrichtungen müssen geschlossen sein.

Für das restliche Kammergebiet (Stadtkreis Heidelberg) muss die aktuelle Verordnungslage ohne Notbremse berücksichtigt werden. Folgendes gilt dabei:

Kosmetikstudios und kosmetische Fußpflegeeinrichtungen, sowie Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios und ähnliche Einrichtungen dürfen – abhängig von der pandemischen Entwicklung und den daraus resultierenden Auflagen – unter strengen Hygienevorschriften wieder alle körpernahe Dienstleistungen anbieten.

Unter diesen Voraussetzungen dürfen körpernahe Dienstleistungen angeboten werden:

Auch mobile Dienstleistungen sind möglich. Es gelten dieselben Vorgaben bzgl. Hygieneanforderungen und -konzept sowie der Datenerfassung nach § 14 Nr. 6 CoronaVO (unabhängig davon, ob die Dienstleistung in einem Ladenlokal oder mobil angeboten wird).

Kunden haben sich vorher angemeldet und ein Zeitfenster reserviert – am besten telefonisch, per E-Mail oder auf anderem kontaktlosen Weg. Damit sollen Wartezeiten und Ansammlungen in den Räumlichkeiten vermieden werden.

Die Infektionsschutzvorgaben nach §14 der Corona-Verordnung BW werden eingehalten. Beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Quadratmeterbegrenzung.

Bei den Behandlungen müssen sowohl die Kundinnen und Kunden als auch die Beschäftigen eine medizinische Maske oder eine FFP2-/KN95-/N95-Maske tragen.

Wenn bei einer Behandlung oder aus anderen Gründen eine Maske nicht oder nicht dauerhaft getragen werden kann, müssen die Kundinnen und Kunden einen tagesaktuellen negativen COVID-19-Schnell- oder Selbsttest vorweisen. Auch bereits geimpfte Personen müssen diesen vorlegen, da bis jetzt noch nicht eindeutig geklärt ist, ob geimpfte Personen das Virus weitergeben können oder nicht. Häufige Fragen zu den Schnelltests klärt das Bundesgesundheitsministerium.

Klarstellung des Wirtschaftsministeriums zur Zulässigkeit von Tests und deren Gültigkeit:

In den FAQs wird darauf hingewiesen, dass ein privater Selbsttest den Anforderungen nicht genügt. In der Begründung wird erläutert, dass es sich bei einem sogenannten Schnelltest auf das Coronavirus SARS-CoV-2 um einen Point of Care (PoC)-Antigen-Test handelt, der zur Anwendung durch medizinisches Fachpersonal oder entsprechend geschulte Personen vorgesehen ist.

Die Durchführung kann auch in Form eines angeleiteten Selbsttests erfolgen. PoC-Antigentests oder auch angeleitete Selbsttests können in verschiedenen Testzentren und Teststellen, u.a. in kommunalen Testzentren und Apotheken, durchgeführt werden. Das Testzentrum bzw. die Teststelle stellt über das Ergebnis des PoC-Tests oder eines angeleiteten Selbsttests eine Bescheinigung aus. Diese ist zum Nachweis eines negativen COVID-19 Schnell- oder Selbsttests nach der CoronaVO desselben Tages, jedoch für längstens 24 Stunden nach Testdurchführung gültig.

Daher sind privat durchgeführte Schnelltests aufgrund der fehlenden Verifizierung dieser Anforderungen als Nachweis nicht zulässig.

Wenn körpernahe Dienstleistungen angeboten werden, bei denen eine Maske nicht oder nicht dauerhaft getragen werden kann, braucht es für die Mitarbeitenden der Betriebe außerdem ein Testkonzept.

Die Kontaktdaten der Kundinnen und Kunden müssen vor Ort zur möglichen Kontaktnachverfolgung dokumentiert werden.

 Die Landesregierung informiert auf ihrer FAQ-Seite im Abschnitt   Welche Dienstleistungen müssen schließen? sowie in §1d der Begründung zur 8. Änderungsverordnung.

 Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat einen  SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk aufgesetzt und bietet eine   FAQ-Übersicht. Inwieweit Sie die Regelungen umgesetzen müssen, klären Sie bitte abschließend mit Ihrem Ordnungsamt.

 Die Regelungen der Raumnutzung des BGW gelten lediglich als Empfehlungen. Jedoch hebt die Landesregierung die Ausnahme der Beschränkung der Kundenzahl auf. Weitere Infos hierzu finden Sie im §1d zu Absatz 7 der Begründung zur 8. Änderungsverordnung.

Weitere Informationen:

Häufige Fragen zur neuen Corona-Verordnung beantwortet die Landesregierung auf ihrer FAQ-Seite.

Weitere Fragen beantworten wir auf unserer Corona-Sonderseite. Dort finden Sie auch eine praktische  Arbeitshilfe für ein Hygienekonzept.

Auch die Berufsgenossenschaft  für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege hat eine Hotline für Betriebe geschaltet und bietet eine FAQ-Übersicht.

Die von den Schließungen im Zeitraum November 2020 bis März 2021 betroffenen Betriebe können Corona-Hilfen beantragen. Tipp: Der Kammerbeitrag 2021 ist bei der Überbrückungshilfe III im Rahmen der erstattungsfähigen Fixkosten förderfähig.

Ansprechpartner Handwerkskammer Mannheim:

Thomas Dressler

Tel. 0621 18002-154
Fax 0621 18002-159
dressler--at--hwk-mannheim.de

Thomas Hollritt

Tel. 0621 18002-146
Fax 0621 18002-159
hollritt--at--hwk-mannheim.de