Corona, Friseure, Maske, Schutz
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Corona-Regeln: Notbremse - Was für med. Fußpflege, Friseure und Kosmetiker gilt

Lesen sie hier was aktuell gilt.

„Notbremse“ (bei 7-Tage-Inzidenz über 100):

Betriebe zur Erbringung körpernaher Dienstleistungen dürfen nur noch unter Berücksichtigung der Notbremse und der damit verbunden Auflagen öffnen.

Stellt das Gesundheitsamt in einem Landkreis eine seit drei Tagen in Folge bestehende 7-Tages-Inzidenz von über 100 fest, dürfen nur noch Friseurbetriebe, mobile Friseure und Barbershops Dienstleistungen erbringen, die in der Handwerksrolle eingetragen sind.

Gesichtsbehandlungen wie zum Beispiel die Rasur, das Zupfen der Augenbrauen oder andere kosmetische Behandlungen im Gesicht sind dann untersagt.

Seit dem 03.05.2021 gibt es eine erneute Änderung der Corona Verordnung. Damit dürfen künftig auch Anbieter von Dienstleistungen wie z. B. Friseurbetriebe, für deren Nutzungen ein tagesaktueller Schnelltest erforderlich ist, offizielle Nachweise ausstellen.

Zusätzlich zu professionellen Schnelltests, für deren Anwendung eine entsprechende Eignung und Schulung notwendig ist, dürfen auch zur Laienanwendung gedachte Selbsttests angeboten und eine Bescheinigung über das Ergebnis ausgestellt werden. Dabei muss die Anwendung von einer geeigneten Person überwacht werden.

Die Kriterien zur Eignung der Person wurden vom Ministerium für Soziales und Integration festgelegt, diese Personen müssen zuverlässig und in der Lage sein:

·         die Gebrauchsanweisung des verwendeten Test zu lesen und zu verstehen,

·         die Testung zu überwachen,

·         dabei die geltenden AHA-Regeln einzuhalten,

·         das Testergebnis ordnungsgemäß abzulesen

·         sowie die Bescheinigung korrekt und unter Angabe aller erforderlichen Angaben und unter Wahrung des Datenschutzes auszustellen.

Bei einem positiven Ergebnis entsteht eine Absonderungspflicht. Zudem wird dringend geraten, einen positiven Schnelltest mittels eines PCR-Tests überprüfen zu lassen. Den Friseur bzw. Dienstleister nur aufzusuchen, um einen Test durchführen zu lassen ist hingegen nicht möglich.

Es muss gleichzeitig die Dienstleistung in Anspruch genommen werden. Schüler, die bereits in der Schule getestet wurden, können diesen Nachweis auch z.B. zum Friseurbesuch mitbringen. Auch kann der Nachweis, der z.B. vom Friseurdienstleister ausgestellt wurde, an diesem Tag auch anderweitig genutzt werden.

Für die Mitarbeitenden der Friseurbetriebe braucht es außerdem ein Testkonzept.   Verbindliche Testangebote für Mitarbeiter

Den aktuellen Inzidenzwert in Ihrem Landkreis finden Sie hier  Informationen der Kommunen und Landkreise.

Ausnahmen gelten in diesem Fall aber für:

  • Friseurbetriebe und Barbershops, die nach der Handwerksordnung Friseurdienstleistungen erbringen dürfen und entsprechend in die Handwerksrolle eingetragen sind müssen nicht schließen. Es dürfen aber keine körpernahen Dienstleitungen (Bsp. Bartschneiden oder Rasuren etc.) mehr durchgeführt werden.

  • Medizinisch notwendige Behandlungen wie Podologie und Fußpflege. Podologen und Personen, die Fußpflegedienstleistungen ohne Podologie-Ausbildung erbringen, dürfen dies aus gesundheitlichen Gründen weiter tun, sofern sie sich im Rahmen des jeweils für sie geltenden Rechts bewegen.
    Ausgeschlossen ist lediglich die Form von Fußpflege, die rein kosmetischer Art ist, also der ästhetischen Verschönerung dient. Fußpflegerische Dienstleistungen von Nicht-Podologen sind erlaubt, wenn sie eine sonst eintretende gesundheitliche Beeinträchtigung vermeiden sollen und, wenn sie, generell gesehen, die Kunden nicht gefährden können.

Die Maßnahmen für Baden-Württemberg sind in der Landesverordnung geregelt. Weitergehende Vorgaben können im Einzelfall zusätzlich durch die Land-/ Stadtkreise im Rahmen aktueller Allgemeinverfügungen erlassen werden.

Ab sofort müssen sowohl bei Friseurdienstleitungen als auch bei der Fußpflege, alle Beteiligten (sowohl Mitarbeiter als auch Kunde) eine FFP2 Maske tragen (Stand: 26.04.2021 Infektionsschutzgesetz).

  Das gilt unabhängig von der "Notbremse"

 Bei den Behandlungen müssen sowohl die Kunden als auch die Beschäftigen eine medizinische Maske oder eine FFP2-/KN95-/N95-Maske tragen (aber nur bei einer Inzidenz unter 100).

 Beim Angebot von Dienstleistungen, bei denen eine solche Maske nicht oder nicht dauerhaft getragen werden kann, müssen Kunden (auch Kinder) den Nachweis eines tagesaktuellen negativen COVID-19-Schnelltests, einer Impfdokumentation oder einer bestätigten Infektion vorlegen (aber nur bei einer Inzidenz unter 100).

  Wenn körpernahe Dienstleistungen angeboten werden, bei denen eine Maske nicht oder nicht dauerhaft getragen werden kann, braucht es für die Mitarbeitenden der Betriebe außerdem ein Testkonzept (aber nur bei einer Inzidenz unter 100).

  Die Kontaktdaten der Kunden müssen vor Ort zur möglichen Kontaktnachverfolgung dokumentiert werden. Die Bestimmungen wurden zum 19. April erweitert:

Soweit aufgrund dereinschlägigen Corona-Verordnungsregelungen Kontaktdaten zu erheben sind, dürfen von den zur Datenerhebung Verpflichteten von Besuchern, Nutzern oder Teilnehmern

  • Vor- und Nachname
  • Anschrift
  • Datum und Zeitraum der Anwesenheit
  • soweit vorhanden: Telefonnummer erhoben und gespeichert werden.

Dies gilt nicht, wenn und soweit Daten bereits vorliegen. Die Daten müssen vier Wochen aufbewahrt und sollten dann gelöscht werden.

Wie die Datenerhebung datenschutzkonform umgesetzt werden kann, hat der ZDH in einem Merkblatt „Praxis Datenschutz“ erläutert und einen Mustererhebungsbogen zur Verfügung gestellt.

  Eine Behandlung ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung erlaubt. 

  Die Infektionsschutzvorgaben nach §14 der Corona-Verordnung BW werden eingehalten. Beachten Sie dazu bitte unsere Hinweise zur Quadratmeterbegrenzung.



Ansprechpartner Handwerkskammer Mannheim:

Claudia Joerg

Tel. 0621 18002-151
Fax 0621 18002-159
joerg--at--hwk-mannheim.de

Jürgen Gergely

Tel. 0621 18002-157
Fax 0621 18002-180
gergely--at--hwk-mannheim.de

Thomas Hollritt

Tel. 0621 18002-146
Fax 0621 18002-159
hollritt--at--hwk-mannheim.de



Bescheinigung über das Vorliegen eines SARS-CoV-2 Antigen-Schnelltests:



























Arbeitsschutzstandart für Friseurhandwerk:

 SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard

Das gilt speziell bei der Quadratmeterbegrenzung

Laut Wirtschaftsministerium sind Friseurbetriebe in der Corona-Verordnung von der Quadratmeterbegrenzung explizit ausgenommen, insbesondere selbstständige Friseure ohne Mitarbeiter.

Die aktuelle SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundes für Betriebe mit angestellten Mitarbeitern besagt jedoch:

  • Auch für Friseursalons gilt die Vorgabe eine Mindestfläche von 10m² pro Person, soweit die auszuführenden Tätigkeiten dies zulassen. Die Einhaltung dieser Mindesfläche gilt sowohl für die Kunden als auch für die Beschäftigten.
  • Wenn die Mindestfläche von 10m² pro Person aus betrieblichen Gründen nicht eingehalten werden kann, sind zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich (z.B. insbesondere Lüftungsmaßnahmen oder geeignete Abtrennungen), die den gleichwertigen Schutz der Beschäftigten sicherstellen.

  • Zusätzlich müssen Arbeitgeber nach § 3 Absatz 1 Corona-ArbSchV medizinische Gesichtsmasken oder FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken zur Verfügung stellen, wenn die Anforderungen an den Mindestabstand oder an die Raumbelegung nicht erfüllt werden.

  • Auch die praktische Ausbildung im Salon soll weiterhin ermöglicht werden. Wird durch die Anwesenheit von Azubis die erforderliche Mindestfläche zeitweise unterschritten, müssen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung weitere Schutzmaßnahmen festgelegt werden. Es wird empfohlen, bei Nicht-Einhalten der Mindestfläche zusätzlich FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken zu tragen.

 Wir raten dazu, die Maßnahmen des Bundes einzuhalten und umzusetzen. 

  Wie gewohnt werden wir alle neuen Informationen zur Corona-Verordnung im Allgemeinen und den Vorgaben für Friseure und Kosmetiker schnellstmöglich auf unseren Sonderseiten veröffentlichen.

Ansprechpartner Handwerkskammer Mannheim:

Jürgen Gergely

Tel. 0621 18002-157
Fax 0621 18002-180
gergely--at--hwk-mannheim.de





Das müssen Kosmetikbetriebe aktuell beachten

Im Stadtkreis Mannheim (seit 16.03.), dem Rhein-Neckar-Kreis (seit 24.03.), und dem Neckar-Odenwald-Kreis (seit 06.04.) sind bis auf weiteres körpernahe Dienstleitungen nur in medizinisch notwendigen Fällen zulässig. Kosmetikstudios und kosmetische Fußpflegeeinrichtungen, sowie Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios und ähnliche Einrichtungen müssen geschlossen sein.

Für das restliche Kammergebiet (Stadtkreis Heidelberg) muss die aktuelle Verordnungslage ohne Notbremse berücksichtigt werden.

Unter diesen Voraussetzungen dürfen körpernahe Dienstleistungen angeboten werden:

Auch mobile Dienstleistungen sind möglich. Es gelten dieselben Vorgaben bzgl. Hygieneanforderungen und -konzept sowie der Datenerfassung nach § 14 Nr. 6 CoronaVO (unabhängig davon, ob die Dienstleistung in einem Ladenlokal oder mobil angeboten wird).

Kunden haben sich vorher angemeldet und ein Zeitfenster reserviert – am besten telefonisch, per E-Mail oder auf anderem kontaktlosen Weg. Damit sollen Wartezeiten und Ansammlungen in den Räumlichkeiten vermieden werden.

Die Infektionsschutzvorgaben nach §14 der Corona-Verordnung BW werden eingehalten. Beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Quadratmeterbegrenzung.

Folgendes gilt nur bei einem Inzidenzwert unter 100:

  • Bei den Behandlungen müssen sowohl die Kundinnen und Kunden als auch die Beschäftigen eine medizinische Maske oder eine FFP2-/KN95-/N95-Maske tragen.
  • Wenn bei einer Behandlung oder aus anderen Gründen eine Maske nicht oder nicht dauerhaft getragen werden kann, müssen die Kundinnen und Kunden einen tagesaktuellen negativen COVID-19-Schnell- oder Selbsttest vorweisen. Auch bereits geimpfte Personen müssen diesen vorlegen, da bis jetzt noch nicht eindeutig geklärt ist, ob geimpfte Personen das Virus weitergeben können oder nicht. Häufige Fragen zu den Schnelltests klärt das Bundesgesundheitsministerium.

Klarstellung des Wirtschaftsministeriums zur Zulässigkeit von Tests und deren Gültigkeit:

In den FAQs wird darauf hingewiesen, dass ein privater Selbsttest den Anforderungen nicht genügt. In der Begründung wird erläutert, dass es sich bei einem sogenannten Schnelltest auf das Coronavirus SARS-CoV-2 um einen Point of Care (PoC)-Antigen-Test handelt, der zur Anwendung durch medizinisches Fachpersonal oder entsprechend geschulte Personen vorgesehen ist.

Die Durchführung kann auch in Form eines angeleiteten Selbsttests erfolgen. PoC-Antigentests oder auch angeleitete Selbsttests können in verschiedenen Testzentren und Teststellen, u.a. in kommunalen Testzentren und Apotheken, durchgeführt werden. Das Testzentrum bzw. die Teststelle stellt über das Ergebnis des PoC-Tests oder eines angeleiteten Selbsttests eine Bescheinigung aus. Diese ist zum Nachweis eines negativen COVID-19 Schnell- oder Selbsttests nach der CoronaVO desselben Tages, jedoch für längstens 24 Stunden nach Testdurchführung gültig.

Daher sind privat durchgeführte Schnelltests aufgrund der fehlenden Bestätigung dieser Anforderungen als Nachweis nicht zulässig.

Wenn körpernahe Dienstleistungen angeboten werden, bei denen eine Maske nicht oder nicht dauerhaft getragen werden kann, braucht es für die Mitarbeitenden der Betriebe außerdem ein Testkonzept.

Die Kontaktdaten der Kundinnen und Kunden müssen vor Ort zur möglichen Kontaktnachverfolgung dokumentiert werden.

 Die Landesregierung informiert auf ihrer FAQ-Seite im Abschnitt   Welche Dienstleistungen müssen schließen? sowie in §1d der Begründung zur 8. Änderungsverordnung.

 Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat einen  SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk aufgesetzt und bietet eine   FAQ-Übersicht. Inwieweit Sie die Regelungen umsetzen müssen, klären Sie bitte abschließend mit Ihrem Ordnungsamt.

 Die Regelungen der Raumnutzung des BGW gelten lediglich als Empfehlungen. Jedoch hebt die Landesregierung die Ausnahme der Beschränkung der Kundenzahl auf. Weitere Infos hierzu finden Sie im §1d zu Absatz 7 der Begründung zur 8. Änderungsverordnung.

Weitere Informationen:

Häufige Fragen zur neuen Corona-Verordnung beantwortet die Landesregierung auf ihrer FAQ-Seite.

Weitere Fragen beantworten wir auf unserer Corona-Sonderseite. Dort finden Sie auch eine praktische  Arbeitshilfe für ein Hygienekonzept.

Auch die Berufsgenossenschaft  für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege hat eine Hotline für Betriebe geschaltet und bietet eine FAQ-Übersicht.

Die von den Schließungen im Zeitraum November 2020 bis März 2021 betroffenen Betriebe können Corona-Hilfen beantragen. Tipp: Der Kammerbeitrag 2021 ist bei der Überbrückungshilfe III im Rahmen der erstattungsfähigen Fixkosten förderfähig.

Ansprechpartner Handwerkskammer Mannheim:

Claudia Joerg

Tel. 0621 18002-151
Fax 0621 18002-159
joerg--at--hwk-mannheim.de

Jürgen Gergely

Tel. 0621 18002-157
Fax 0621 18002-180
gergely--at--hwk-mannheim.de

Thomas Hollritt

Tel. 0621 18002-146
Fax 0621 18002-159
hollritt--at--hwk-mannheim.de