FAQs Corona für Arbeitnehmer, Ausbildung und Prüfungen

Aktuelle Informationen für Arbeitnehmer und zu den zu den Themen Ausbildung und Prüfung

Liebe Besucher und Kunden der Handwerkskammer und der Bildungsakademie,

Auf Grund der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus kommt es momentan zu einem erhöhten Telefonaufkommen. Wir versuchen so gut und schnell wie möglich alle Fragen zu beantworten. Wir haben Ihnen hier eine Liste der momentan Häufigsten Fragen zusammengestellt. Bitte lesen Sie sich die FAQs durch. Eventuell wird Ihre Frage bereits hier beantwortet. Falls nicht, stehen wir Ihnen natürlich weiterhin zur Verfügung.

 

Stellt der Arbeitgeber seine Arbeitnehmer von der Arbeit frei, behalten die Arbeitnehmer ihren Vergütungsanspruch. Da in diesen Fällen keine behördliche Anordnung besteht, hat der Arbeitgeber in diesen Fällen grundsätzlich auch keinen Erstattungsanspruch gegenüber staatlicher Behörden.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Jürgen Gergely

Tel. 0621 18002-157
Fax 0621 18002-180
gergely--at--hwk-mannheim.de



Besteht bei einem Arbeitnehmer der Verdacht einer Corona-Infektion und wird dieser unter Quarantäne gestellt, besteht kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer hat in diesen Fällen einen Entschädigungsanspruch gegenüber dem zuständigen Gesundheitsamt für die Dauer von bis zu sechs Wochen.

Aus vereinfachungsgründen tritt der Arbeitgeber jedoch in Vorleistung. Das heißt, der Arbeitgeber zahlt dem Arbeitnehmer die Vergütung zunächst für den Staat aus und kann sich diese Vorleistung per Antrag erstatten lassen. In den ersten sechs Wochen erhält der Arbeitnehmer den Verdienstausfall in Höhe seines Nettoentgelts, danach in Höhe des Krankengeldes (i.d.R. 70 % vom Brutto- bzw. 90 % vom Nettoentgelt).

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Jürgen Gergely

Tel. 0621 18002-157
Fax 0621 18002-180
gergely--at--hwk-mannheim.de



Wird der Betrieb seitens des Arbeitgebers präventiv aus eigener Veranlassung geschlossen, ist dies dem Risiko
des Arbeitgebers zuzuordnen (sog. Betriebsrisiko). In diesen Fällen behalten die Arbeitnehmer ihren Vergütungsanspruch. Der Arbeitgeber hat jedoch keinen anderweitigen Erstattungsanspruch, z.B. gegenüber dem
zuständigen Gesundheitsamt.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Jürgen Gergely

Tel. 0621 18002-157
Fax 0621 18002-180
gergely--at--hwk-mannheim.de



Bei Betriebsschließungen die behördlich angeordnet werden, werden die Kosten, die dem Arbeitgeber hierdurch
entstehen, durch das Gesundheitsamt erstattet. In diesen Fällen zahlt der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern
den Verdienst bis zu sechs Wochen in regulärer Höhe fort. Diese Ausgaben werden auf Antrag vom Gesundheitsamt an den Arbeitgeber erstattet. Sollte die Betriebsschließung länger als sechs Wochen andauern, erhalten betroffene Arbeitnehmer (in Anlehnung an das Krankengeld) etwa 70 % ihres Bruttogehalts direkt vom Gesundheitsamt.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Jürgen Gergely

Tel. 0621 18002-157
Fax 0621 18002-180
gergely--at--hwk-mannheim.de



Wenn eine akute finanzielle Notlage bei Ihnen besteht, haben die Versicherungen ein Maßnahmenpaket zur Überbrückung finanzieller Engpässe aufgesetzt. Das gemeinsame Ziel muss sein, dass der Versicherungsvertrag zum eigenen Schutz weitgehend unverändert aufrecht erhalten bleibt. Dort, wo das aufgrund einer Notlage nicht mehr möglich ist, bieten die Versicherungen befristete Lösungen wie z. B. Beitragsfreistellungen, Beitragsstundungen, Ratenzahlungen und temporäre Reduzierungen des Versicherungsschutzes. Alle Maßnahmen zielen darauf ab, den Versicherten individuell durch die Krise zu helfen. Voraussetzung ist eine vorherige Kontaktaufnahme mit der zuständigen Versicherungs-Agentur oder mit dem jeweiligen Kundendienst, um – nach entsprechender Beratung – die auf die persönliche Situation am besten passende Lösung zu finden.

Alle Kindertagesstätten und Schulen sind ab dem 16. März 2020 geschlossen. Für viele Arbeitnehmer entsteht das Problem, dass sie ihre Kinder zu Hause betreuen müssen und als Folge nicht am Arbeitsplatz erscheinen können. Grundsätzlich sind aber Arbeitnehmer, die keine Symptome aufweisen, weiterhin zur Arbeitsleistung verpflichtet.

Was sagt das Arbeitsrecht zu solchen Fällen?

Ein persönlicher Verhinderungsgrund ist gegeben, wenn das Kind noch in einem Alter ist, in dem es nicht über die gesamte Arbeitszeit allein zu Hause gelassen werden kann und keine andere Betreuungsperson zur Verfügung steht. Somit ist der Arbeitnehmer berechtigt, zur Betreuung seines Kindes zu Hause zu bleiben. Selbstverständlich muss er den Arbeitgeber frühzeitig über die Verhinderung informieren.

Wie sieht es mit der Vergütung aus, wenn das Kind zu Hause betreut werden muss?

Wenn für solche Fälle keine explizite Regelung in einem anwendbaren Tarifvertrag oder im einzelnen Arbeitsvertrag getroffen wurde, liegt grundsätzlich ein Fall des § 616 BGB vor, soweit dessen Anwendbarkeit nicht im Arbeitsvertrag ausgeschlossen wurde.

Der Arbeitnehmer behält gemäß § 616 BGB seinen Anspruch auf Vergütung, wenn er für verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden gehindert ist, seine Arbeitsleistung zu erbringen. Unter „verhältnismäßig kurzer Zeit“ sind nach allgemeiner Auffassung maximal fünf Arbeitstage zu verstehen.

Es besteht kein Anspruch (mehr) auf Fortzahlung der Vergütung, wenn die Verhinderung aufgrund des Betreuungsbedarfs länger dauert oder – was unproblematisch vereinbart werden kann – die Anwendung von § 616 BGB arbeitsvertraglich ausgeschlossen ist.

Wenn eine anderweitige Betreuung des Kindes tatsächlich nicht gewährleistet werden kann, darf der Arbeitnehmer auch für einen längeren Zeitraum der Arbeit fernbleiben, er hat aber dann keinen Anspruch auf weitere Entgeltzahlung.

Tipp: In diesen Fällen sollten Arbeitgeber und Arbeitnehmer idealerweise gemeinsam überlegen, wie die Situation bewältigt werden kann. Möglich wäre neben der Inanspruchnahme von Erholungsurlaub oder dem Abbau von Überstunden (soweit vorhanden) auch die Arbeit im Homeoffice.

Es besteht allerdings kein gesetzlicher Anspruch, von zu Hause aus zu arbeiten. Jedoch können Arbeitnehmer dies mit ihrem Arbeitgeber vereinbaren. Zudem kann sich diese Option aus einer Betriebsvereinbarung oder einem Tarifvertrag ergeben.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Jürgen Gergely

Tel. 0621 18002-157
Fax 0621 18002-180
gergely--at--hwk-mannheim.de



In Anbetracht der Corona-Krise müssen im Handwerk zahlreiche Betriebe Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen. Hierbei stellt sich auch die Frage, inwieweit auch für Auszubildende Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen werden kann.Folgende Fragen werden in dem Beiliegenden Rundschreiben vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) geklärt:

  • Azubis nicht grundsätzlich von Kurzarbeitergeld ausgeschlossen
  • Ausbildungsverhältnisse gelten als Vertragsverhältnisse besonderer Art
  • Folgen für Ausbilder und Kurzarbeit
  • Pflicht zur Fortzahlung der Ausbildungsvergütung für sechs Wochen
  • Kündigung eines Azubis wegen Kurzarbeit



Ansprechpartner Handwerkskammer:

Claudia Orth
Leiterin Geschäftsbereich Berufliche Bildung

Tel. 0621 18002-130
Fax 0621 18002-139
orth--at--hwk-mannheim.de



 

Während der Schließung der Berufsschulen erfolgt die Ausbildung im Betrieb. In vielen Schulen erhalten Auszubildende Lehrmaterialien und Arbeitsaufträge, in manchen Schulen erfolgt die Fortsetzung des Unterrichts in virtueller Form. Bitten wenden Sie sich hierzu direkt an die zuständige Berufsschule.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Claudia Orth
Leiterin Geschäftsbereich Berufliche Bildung

Tel. 0621 18002-130
Fax 0621 18002-139
orth--at--hwk-mannheim.de



Aufgrund des Beschlusses durch die Landesregierung Baden-Württemberg am 13. März 2020 wurden unter anderem auch alle Fort- und Weiterbildungskurse in der Bildungsakademie ab Montag, 16.03.2020, bis vorerst einschl. 19. April 2020, abgesagt.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Dr. Mona Hornik

Tel. 0621 18002-222
Fax 0621 18002-342
hornik--at--hwk-mannheim.de



Aufgrund des Beschlusses durch die Landesregierung Baden-Württemberg am 13. März 2020 wurden unter anderem auch alle überbetrieblichen Lehrgänge in der Bildungsakademie ab Montag, 16.03.2020, bis vorerst einschl. 19. April 2020, abgesagt.

Alle Betriebe, deren Auszubildende eine Einladung für die KW 12 erhielten, wurden bereits am 13.03.20 telefonisch oder per Email über den Ausfall informiert.
Über die Ausfälle von KW 13 bis KW 16 wurden alle betreffenden Betriebe bereits schriftlich, teils auch telefonisch, informiert.

Hinweis für Lehrlinge: Auszubildende setzen sich bitte mit ihren Ausbildungsbetrieben in Verbindung. Hier gilt die reguläre Anwesenheitspflicht in den Betrieben.

Neue Termine für Kurse und Prüfungen werden – in Abhängigkeit der aktuellen Situation – rechtzeitig bekanntgegeben.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Michaela Czernotzky

Tel. 0621 18002-212
Fax 0621 18002-345
czernotzky--at--hwk-mannheim.de



Durch den Ausfall der Lehrgänge erfolgt die Abmeldung im Gästehaus automatisch durch die Bildungsakademie. Es muss nichts weiter durch die Betriebe oder die Auszubildenden unternommen werden.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Michaela Czernotzky

Tel. 0621 18002-212
Fax 0621 18002-345
czernotzky--at--hwk-mannheim.de



Die baden-württembergische Staatsregierung hat am Freitag, 13. März, angeordnet, dass ab Dienstag, 17. März 2020, alle Schulen und Kindertagesstätten zu schließen sind. Nach aktuellem Sachstand sind diese Einrichtung bis 19. April 2020 geschlossen zu halten.

Hiervon sind auch unsere für diesen Zeitraum angesetzten Prüfungen betroffen. Alle Prüfungsteilnehmer werden von uns kontaktiert.

Alle aktuellen Informationen stellen wir immer umgehend auf unsere Homepage.
Bitte informieren Sie sich dort.



Ansprechpartner Handwerkskammer:

Alexander Dirks
Leiter Geschäftsbereich Meisterprüfung

Tel. 0621 18002-140
Fax 0621 18002-3140
dirks--at--hwk-mannheim.de



Aufgrund der Verordnung der Landesregierung sind bis zum Ablauf des 19. April 2020 der Unterrichtsbetrieb sowie die Durchführung außerunterrichtlicher und anderer schulischer Veranstaltungen an den öffentlichen Schulen und den Schulen in freier Trägerschaft untersagt.

Für die einjährigen Berufsfachschulen gelten grundsätzlich dieselben Regelungen wie für andere berufliche Vollzeit-Bildungsgänge, in denen Betriebspraktika verpflichtend in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung oder in den Schulversuchsbestimmungen vorgesehen sind.

Bis auf weiteres entfallen schulisch begleitete Betriebspraktika bei Schülerinnen und Schülern.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Claudia Orth
Leiterin Geschäftsbereich Berufliche Bildung

Tel. 0621 18002-130
Fax 0621 18002-139
orth--at--hwk-mannheim.de



Die baden-württembergische Staatsregierung hat am Freitag, 13. März, angeordnet, dass ab Dienstag, 17. März 2020, alle Schulen und Kindertagesstätten zu schließen sind. Nach aktuellem Sachstand sind diese Einrichtung bis 19. April 2020 geschlossen zu halten.

Hiervon sind auch unsere für diesen Zeitraum angesetzten Prüfungen betroffen. Alle Prüfungsteilnehmer werden von uns kontaktiert.

Update 02.04.2020

Aufgrund der Corona-Pandemie werden die für Mai geplanten schriftlichen Schulabschlussprüfungen – zusammen mit den schriftlichen Abschlussprüfungen – verschoben. Diese finden nun – in nahezu allen Berufen – in der Zeit vom 23. bis zum 25. Juni 2020 statt.

Alle aktuellen Informationen stellen wir immer umgehend auf unsere Homepage.
Bitte informieren Sie sich dort.

Ergänzung vom 24.03.2020 – Zwischenprüfungen im Handwerk entfallen

Zur Pressemitteilung geht es hier



Ansprechpartner Handwerkskammer:

Gesellenprüfungen:

Claudia Orth
Leiterin Geschäftsbereich Berufliche Bildung

Tel. 0621 18002-130
Fax 0621 18002-139
orth--at--hwk-mannheim.de

 

Update 02.04.2020

Aufgrund der Corona-Pandemie werden die für Mai geplanten schriftlichen Schulabschlussprüfungen – zusammen mit den schriftlichen Abschlussprüfungen – verschoben. Diese finden nun – in nahezu allen Berufen – in der Zeit vom 23. bis zum 25. Juni 2020 statt.

Stanbd 24.03.2020

Wir haben uns dazu entschlossen, alle Prüfungen, die bis einschließlich 19. April 2020 anberaumt wurden, bis auf weiteres zu verschieben. Neue Termine für die in diesem Zeitraum abgesagten Prüfungen müssen in Absprache mit den Gesellen- und Meisterprüfungsausschüssen, sowie mit den Bildungs- und Vorbereitungsstätten abgesprochen werden.

Hierzu befinden wir uns bereits im Austausch mit den verantwortlichen Personen und Prüfungsausschüssen. Sobald hier eindeutige Prüfungstermine feststehen, werden alle betroffenen Prüflinge rechtzeitig informiert.

Wegen des Fortgangs der Vorbereitung können wir leider nicht für die anderen Meisterschulen sprechen. Jeder angehende Meister sollte daher in Kontakt mit seiner Meisterschule stehen, um mögliche digitale Wege abzuklopfen.

Kontakt zur Handwerkskammer:

Gesellenprüfungen:

Claudia Orth
Leiterin Geschäftsbereich Berufliche Bildung

Tel. 0621 18002-130
Fax 0621 18002-139
orth--at--hwk-mannheim.de

Meisterprüfungen:

Alexander Dirks
Leiter Geschäftsbereich Meisterprüfung

Tel. 0621 18002-140
Fax 0621 18002-3140
dirks--at--hwk-mannheim.de

Gebühren, die seitens der Handwerkskammer im Rahmen der Gesellen- bzw. Meisterprüfung angefallen sind und bereits von Ihnen beglichen wurden, bleiben selbstverständlich erhalten. Für Sie entstehen dadurch keine weiteren Kosten.

Kontakt zur Handwerkskammer:

Gesellenprüfungen:

Claudia Orth
Leiterin Geschäftsbereich Berufliche Bildung

Tel. 0621 18002-130
Fax 0621 18002-139
orth--at--hwk-mannheim.de

Meisterprüfungen:

Alexander Dirks
Leiter Geschäftsbereich Meisterprüfung

Tel. 0621 18002-140
Fax 0621 18002-3140
dirks--at--hwk-mannheim.de

Sie können die Meisterprüfung auf jeden Fall zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Sollten hierdurch Probleme bei Ihrem Start in die Selbständigkeit entstehen (z. B. Verzögerung bei der Eintragung in die Handwerksrolle, Finanzierungsschwierigkeiten, rechtliche Fragen bei einer Betriebsübernahme) können Sie sich mit den Kolleginnen und Kollegen der Unternehmensberatung, der Rechtsabteilung oder der Handwerksrolle in Verbindung setzen.

Kontakt zur Handwerkskammer:

Alexander Dirks
Leiter Geschäftsbereich Meisterprüfung

Tel. 0621 18002-140
Fax 0621 18002-3140
dirks--at--hwk-mannheim.de

Jan-Christoph Henning
Geschäftsführer

Tel. 0621 18002-125
Fax 0621 18002-124
henning--at--hwk-mannheim.de

Jürgen Gergely

Tel. 0621 18002-157
Fax 0621 18002-180
gergely--at--hwk-mannheim.de

Christiane Zieher

Tel. 0621 18002-155
Fax 0621 18002-159
zieher--at--hwk-mannheim.de