FAQs Corona für Betriebe

Aktuelle Informationen für Betriebe

+ + + Diese Seite wird stetig aktualisiert. Letzte Aktualisierung: Montag, 29. Juni, 13.10 Uhr + + +



Liebe Besucher und Kunden der Handwerkskammer und der Bildungsakademie,

auf Grund der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus kommt es momentan zu einem erhöhten Telefonaufkommen. Wir versuchen so gut und schnell wie möglich alle Fragen zu beantworten. Wir haben Ihnen hier eine Liste der momentan Häufigsten Fragen zusammengestellt. Bitte lesen Sie sich die FAQs durch. Eventuell wird Ihre Frage bereits hier beantwortet. Falls nicht, stehen wir Ihnen natürlich weiterhin zur Verfügung.



Der Koalitionsausschuss hat darüber hinaus beschlossen, den Umsatzsteuersatz für Speisen, die in einem Restaurant, einem Café oder einer Bar vor Ort verzehrt werden, ab dem 1. Juli 2020 befristet für ein Jahr auf 7 Prozent zu senken.
Bisher gilt für Speisen, die vor Ort verzehrt werden, eine Belastung mit 19 Prozent Umsatzsteuer. Für Gerichte, die der Gast mitnimmt oder nach Hause bestellt, fallen in der Regel nur 7 Prozent an. Diese Unterscheidung wird nun befristet aufge-hoben.
Zu beachten ist, dass die Umsatzsteuersatzsenkung ausdrücklich nur für Speisen gelten soll; Getränke werden auch nach dem 1. Juli 2020 weiterhin mit dem Regelsteuersatz von 19 Prozent besteuert. (Quelle PDF unter Punkt 5)

Aufträge gehen zurück:

Antrag auf Kurzarbeit stellen

Liquidität (flüssiges Geld) wird knapp:

Geldabflüsse verschieben: Steuer(voraus-)zahlungen schieben, Tilgungsaussetzungen vereinbaren, KK-Linie erhöhen, Liquiditätshilfekredit beantragen (vorbereiten) hierzu: Liquiditätsplan zum Nachweis führen

Ihr Betrieb ist auf behördliche Anweisung geschlossen:

Antrag auf Verdienstausfallentschädigung nach §§ 56 ff des Infektionsschutzgesetzes vorbereiten

Gerne helfen wir – rufen Sie uns an!

Rolf Koch
Leiter Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung

Tel. 0621 18002-156
Fax 0621 18002-159
koch--at--hwk-mannheim.de





Hilfen zur Liquiditätssicherung

Anbei stellen wir Ihnen eine Kurzzusammenfassung für Hilfen zur Liquiditätssicherung in Form einer Liste zur Verfügung, die maßnahmenbezogen alle Inhalte der Corona-Seite des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks bündelt. Über die Links in der Liste kommen Sie direkt zu dem jeweiligen Beitrag.

Förderprogramme werden ausgeweitet

Mit neuen und im Volumen unbegrenzten Maßnahmen zur Liquiditätsausstattung schützt die Bundesregierung Unternehmen und Beschäftigte.

Die Bedingungen für den KfW Unternehmerkredit (für Bestandsunternehmen) und ERP Gründerkredit Universell (für junge Unternehmen unter 5 Jahre) werden gelockert, indem Risikoübernahmen (Haftungsfreistellungen) für Betriebsmittelkredite erhöht werden.

Die Risikoübernahmen werden auf die Höhe bis zu 80% angehoben.

Bei den Bürgschaftsbanken wird der Bürgschaftshöchstbetrag auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt.

Die Obergrenze von 35% Betriebsmitteln am Gesamtobligo der Bürgschaftsbanken wird auf 50% erhöht. Um die Liquiditätsbereitstellung zu beschleunigen, eröffnet der Bund die Möglichkeit, dass die Bürgschaftsbanken Bürgschaftsentscheidungen bis zu einem Betrag von 250.000 Euro eigenständig treffen können.

Für die Beantragung von Fördermitteln und Liquiditätshilfen ist es hilfreich eine möglichst umfangreiche Dokumentation zu haben. Dazu gehören unter anderem:

  • Dokumentation abgesagter/entgangener Aufträge inklusive der erwarteten Einnahmen
  • Aufstellen eines Liquiditätsplans bis zum Jahresende (s. Anleitung zur Erstellung eines Liquiditätsplanes)
  • Bereithalten der Jahresabschlüsse der vergangenen Jahre

KfW-Schnell- (ab 15.04.2020), Unternehmer- wie auch ERP-Gründerkredite sind über Banken und Sparkassen bei der KfW zu beantragen. Informationen dazu gibt es auf der Webseite der KFW und bei allen Banken und Sparkassen. Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 539 9001.

Weitere Infos und Hilfen finden Sie hier:

KfW Corona Hilfe Unternehmen

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Rolf Koch
Leiter Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung

Tel. 0621 18002-156
Fax 0621 18002-159
koch--at--hwk-mannheim.de

Christiane Zieher

Tel. 0621 18002-155
Fax 0621 18002-159
zieher--at--hwk-mannheim.de

Wichtig für Beantragung einer Liquiditätshilfe

Liquidität

Liquidität ist die Fähigkeit eines Unternehmens, jederzeit fällige Zahlungen leisten zu können. Zum Nachweis der Zahlungsfähigkeit kann ein Zahlungs- bzw. Geldflussplan nach folgendem Muster erstellt werden. Hier werden die fälligen Zahlungen (Geldabflüsse wie Miete, Personalkosten, Materialkosten etc.) den fälligen Geldzuflüssen (in der Hauptsache aufgrund geschriebener Rechnungen an Kunden) gegenübergestellt.

Wenn die voraussichtlichen Geldzuflüsse mindestens so hoch sind, wie die voraussichtlichen Geldabflüsse, gibt es kein Problem.

Wenn allerdings die notwendigen Geldabflüsse höher sind, als die Zuflüsse, muss das fehlende Geld aus irgendeiner Quelle zugeschossen werden (z.B. Kontokorrent-Linie, Zwischenkredit, etc.).

Diese Aufzeichnungen sind zum Nachweis des Liquiditätsengpasses und damit zur eventuellen Beantragung einer kurzfristigen Liquiditätshilfe extrem wichtig sein.

Renatabilität

Die Rentabilität kann durch die monatlich i.d.R. vom Steuerberater erstellten Betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) nachgewiesen werden. Dies ist sehr wichtig, um später den Umsatz- und Gewinneinbruch aufgrund der derzeitigen Corono-Krise sauber dokumentieren zu können.

Hier können Sie sich ein Muster(Liquiditätsplan) herunterladen:

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Christiane Zieher

Tel. 0621 18002-155
Fax 0621 18002-159
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Steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen

Das Ministerium für Finanzen hat eine Übersicht zur Erleichterungen für Steuerpflichtige, die von der Ausbreitung des Coronavirus unmittelbar und nicht unerheblich betroffen sind, erstellt (Stand 16.Juni.2020):

Antrag auf Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus:

Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) erleichtert die Stundung von Beiträgen für beitragspflichtige Unternehmen, die durch das Coronavirus außergewöhnlich belastet sind:

BG BAU erleichtert Stundungsregelungen für Betriebe der Bauwirtschaft

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Rolf Koch
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Tel. 0621 18002-156
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Update 19.05.2020

Das Stundungsverfahren ab Juni 2020:

Der Antrag darf nicht mehr formlos gestellt werden. Verwenden sie dazu bitte folgendes Formular:

Update 06.04.2020

  • Rückzahlung der gestundeten Beitäge bis Mai 2020
  • Stundungen für die ab Mai fälligen Beiträge

Stand 26.03.2020

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) hat in einem neuen Rundschreiben die Möglichkeiten zur Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen modifiziert.

Sind Beschäftigte bei verschiedenen Krankenkassen versichert, muss der Stundungsantrag bei jeder Krankenkasse separat gestellt werden.

Wenn der Beitrag für den Monat März 2020 von den Krankenkassen im Lastschriftverfahren bereits abegebucht wurde, kann dieser von den Krankenkassen wieder zurücküberwiesen werden, wenn der Antrag auf Stundung der Sozialbeiträge rechtzeitig gestellt wurde.

Nachstehend finden Sie die regelmäßig auftretenden Fragen rund um die Stundung von Beiträgen zur Sozialversicherung (FAQ des GKV):

Die Beantragung von Kurzarbeit ist nicht zwingende Voraussetzung für die Beantragung einer Beitragsstundung. Dies gilt grundsätzlich auch für die anderen von der Bundesregierung beschlossenen Unterstützungs- und Hilfsmaßnahmen wie Fördermittel und Kredite, die faktisch erst gestern Gesetz geworden seien und größtenteils noch gar nicht genutzt werden könnten (Stand 26.03.2020)

Ergänzend weisen wir darauf hin, dass der Antrag auf eine Stundung von Unfallversicherungsbeiträgen an die jeweilige Berufsgenossenschaft zu stellen ist.

Viele Berufsgenossenschaften bieten ihren Mitgliedsunternehmen Unterstützung in Form von Stundung oder Ratenzahlung während der Corona-Krise an. In folgedem Dokument finden sie alle wichtigen Infos:

Zu Beitragsfreistellungen, Beitragsstundungen, Ratenzahlungen und temporären Reduzierungen Ihres Versicherungsschutzes müssen Sie direkt mit Ihrer Versicherungsvertreter sprechen.

Eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann online über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden. Genauso kann eine Kontaktaufnahme durch die Hausbank erfolgen:

https://finanzierungsportal.ermoeglicher.de/

Eine Übersicht der jeweils zuständigen Bürgschaftsbank steht auf dieser Seite zur Verfügung:

https://www.vdb-info.de/mitglieder

Hilfsangebote stellt die L-Bank für Unternehmen, die durch das Corona-Virus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, zur Verfügung:

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Rolf Koch
Leiter Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung

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Christiane Zieher

Tel. 0621 18002-155
Fax 0621 18002-159
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Arbeitslosengeld II Anspruch für Selbständige

Möglicherweise geraten Selbständige durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise derart in finanzielle Schwierigkeiten, dass sie ihren Lebensunterhalt nicht mehr finanzieren können. Auch für Selbständige besteht ein Anspruch auf Arbeitslosengeld II (ALG II). Es gelten zwar Freibeträge für Renten- und Lebensversicherungen, allerdings sind viele Selbständige deutlich höher abgesichert, so dass dies einem Anspruch auf ALG II entgegenstehen kann. Wenden Sie sich hierzu an die zuständige Arbeitsagentur.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Rolf Koch
Leiter Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung

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Christiane Zieher

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Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bereitet eine gesetzliche Regelung zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht vor, um Unternehmen zu schützen, die infolge der Corona-Epidemie in eine finanzielle Schieflage geraten. Es ist aber aus organisatorischen und administrativen Gründen nicht sichergestellt, dass derartige Hilfen rechtzeitig innerhalb der dreiwöchigen Insolvenzantragspflicht bei den Unternehmen ankommen werden.

Um zu vermeiden, dass betroffene Unternehmen allein deshalb einen Insolvenzantrag stellen müssen, weil die Bearbeitung von Anträgen auf öffentliche Hilfen bzw. Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen in der außergewöhnlichen aktuellen Lage nicht innerhalb der dreiwöchigen Insolvenzantragspflicht abgeschlossen werden können, soll daher durch eine gesetzliche Regelung für einen Zeitraum bis zum 30.09.2020 die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt werden.

Voraussetzung für die Aussetzung soll sein, dass der Insolvenzgrund auf den Auswirkungen der Corona-Epidemie beruht und dass aufgrund einer Beantragung öffentlicher Hilfen bzw. ernsthafter Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen eines Antragspflichtigen begründete Aussichten auf Sanierung bestehen.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

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Entschädigung nach § 56 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG)

Wer auf Grund des Infektionsschutzgesetzes einem Tätigkeitsverbot unterliegt oder unterworfen wird bzw. abgesondert wurde und einen Verdienstausfall erleidet, enthält grundsätzlich eine Entschädigung in Geld. Das beinhaltet auch die Entschädigung bei Arbeitsausfall wegen vom Gesundheitsamt angeordneter Isolation ("häusliche Quarantäne").

Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall. Für die ersten sechs Wochen wird sie in Höhe des Verdienstausfalls gewährt. Vom Beginn der siebenten Woche an wird sie in Höhe des Krankengeldes nach § 47 Abs. 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch gewährt.

Bei Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber für die Dauer des Arbeitsverhältnisses, längstens für sechs Wochen, die Entschädigung für die zuständige Behörde auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Behörde erstattet. Im Übrigen wird die Entschädigung vom Landesamt für soziale Dienste Schleswig-Holstein auf Antrag gewährt.

Die Anträge nach § 56 IfSG sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Beendigung des Tätigkeitsverbots zu stellen.

Unter folgendem Link ist ein Antrag auf Erstattung der Verdienstausfälle, die auf die Corona-Krise zurückzuführen sind, hinterlegt:  

Ansprechpartner Handwerkskammer:

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Christiane Zieher

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Entschädigung nach § 56 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG)

Wer auf Grund des Infektionsschutzgesetzes einem Tätigkeitsverbot unterliegt oder unterworfen wird bzw. abgesondert wurde und einen Verdienstausfall erleidet, enthält grundsätzlich eine Entschädigung in Geld. Das beinhaltet auch die Entschädigung bei Arbeitsausfall wegen vom Gesundheitsamt angeordneter Isolation ("häusliche Quarantäne").

Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall. Für die ersten sechs Wochen wird sie in Höhe des Verdienstausfalls gewährt. Vom Beginn der siebenten Woche an wird sie in Höhe des Krankengeldes nach § 47 Abs. 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch gewährt.

Bei Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber für die Dauer des Arbeitsverhältnisses, längstens für sechs Wochen, die Entschädigung für die zuständige Behörde auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Behörde erstattet. Im Übrigen wird die Entschädigung vom Landesamt für soziale Dienste Schleswig-Holstein auf Antrag gewährt.

Die Anträge nach § 56 IfSG sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Beendigung des Tätigkeitsverbots zu stellen.

Folgendes Dokument ist ein Antrag auf Erstattung der Verdienstausfälle, die auf die Corona-Krise zurückzuführen sind, hinterlegt. Dies ist ein Formular des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis. Senden Sie das ausgefüllte Formular an ihr zuständiges Gesundheitsamt.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Rolf Koch
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Informationen zur Beantragung von Kurzarbeitergeld erhalten Betriebe telefonisch unter der zentralen gebührenfreien Hotline für Arbeitgeber 0800 4 5555 20.

Update 20.04.2020

Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld wird von zwölf auf 21 Monate verlängert

Stand 03.04.2020

Produktionsausfälle aufgrund von Corona-bedingten Lieferschwierigkeiten oder auch Ausfälle aufgrund von Infektionsschutzmaßnahmen (z.B. Betriebsschließungen) können ein Grund für die Anordnung von Kurzarbeit sein. Dann kann Anspruch auf Zahlung von Kurzarbeitergeld durch die Bundesagentur für Arbeit bestehen. Laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales werden diese Erleichterungen rückwirkend zum 01. März 2020 in Kraft treten und rückwirkend ausgezahlt.

Sollten Ihre Arbeitsverträge keine Regelungen zur Kurzarbeit beinhalten und keine tarifvertragliche Regelungen einschlägig sein, können Sie individuell mit Ihren Arbeitnehmern eine Ergänzungsvereinbarung zur Kurzarbeit schließen. 

Der Handwerkschef, der seine Mannschaft wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit schicken muss, sollte mit seinen Mitarbeitern eine Vereinbarung über Gründe und Dauer der Kurzarbeit treffen, die von beiden Parteien - Arbeitgeber und Arbeitnehmern - zu unterzeichnen ist. So haben Unternehmer und Mitarbeiter eine Grundlage für ihre weitere Zusammenarbeit und Planungssicherheit.

Nachfolgend können Sie sich eine Mustervorlage für Vereinbarung zur Einführung von Kurzarbeit herunterladen.

Achtung: Gefälschte E-Mails im Umlauf – siehe: Kann der Arbeitgeber wegen Corona Kurzarbeitergeld beantragen?



Update 20.04.2020

Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld wird von zwölf auf 21 Monate verlänger

Stand 03.04.2020

Ab dem Moment, wo ersichtlich ist, dass ich meine Mitarbeiter nicht mehr auslasten kann, empfiehlt es sich in der derzeitigen Situation, einen Antrag zu stellen.

Kurzarbeitergeld

Falls Sie in Ihrem Betrieb Kurzarbeit anordnen müssen, hilft Ihnen das Kurzarbeitergeld die folgenden Entgeltausfälle in Teilen auszugleichen. Wichtig für Sie, die Kurzarbeit bei der Bundesagentur für Arbeit anzuzeigen. Die Abrechnung erfolgt später, auf der Grundlage der dann tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. In diesem Video erklärt die Bundesagentur für Arbeit, wie Sie Kurzarbeitergeld beantragen: So beantragen Sie Kurzarbeitergeld

Antrag Kurzarbeitergeld postalisch

Antrag Kurzarbeitergeld Online

Weitere Informationen finden Sie hier.

Vermeiden Sie bei der Beantragung folgende häufig auftretenden Fehler:

  • fehlende Unterschriften
  • unzureichende Darstellung der Arbeitszeitausfälle
  • unzureichende Identifizierbarkeit der Arbeitnehmer
  • fehlende Angaben zur Gesamtzahl beschäftigter Mitarbeiter und/oder Kurzarbeiter
  • unterbliebene Anzeige von Adressänderungen an die Betriebsnummernstelle
  • fehlende oder falsche Betriebsnummer

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Rolf Koch
Leiter Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung

Tel. 0621 18002-156
Fax 0621 18002-159
koch--at--hwk-mannheim.de



Nachdem viele Unternehmen Kurzarbeit, zum Teil sogar Kurzarbeit Null, angeordnet haben, stellt sich vermehrt die Frage, welche Auswirkungen die Einführung von Kurzarbeit auf den Urlaubsanspruch der betroffenen Arbeitnehmer hat. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hatte bisher noch nicht die Gelegenheit, über entsprechende Fallkonstellationen zu entscheiden.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Jürgen Gergely

Tel. 0621 18002-157
Fax 0621 18002-180
gergely--at--hwk-mannheim.de



Das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen regelt unter anderem auch Schutzmaßnahmen, unter welche auch die Ausgangssperre fällt. Konkret bedeutet eine Ausgangssperre: Menschen dürfen ihre Wohnungen oder Häuser nicht mehr „ohne triftigen Grund“ verlassen.

Erlaubt sind voraussichtlich noch:

  • Hin- und Rückweg zur Arbeitsstätte mit Bescheinigung des Arbeitgebers
  • Einkäufe
  • Apotheken- und Arztbesuche
  • Tanken
  • Bargeldabheben
  • Lieferverkehr
  • Hilfeleistungen für Bedürftige
  • Versorgung von Haustieren

Polizei und Ordnungsamt sind im Fall einer Ausgangssperre dazu verpflichtet, die Einhaltung zu kontrollieren. Wie eine Ausgangssperre und die Kontrolle in Baden-Württemberg aussehen würde, steht aktuell noch nicht fest.

Dennoch raten wir an, bereits vor dem Wochenende Ihren Mitarbeitern entsprechende Arbeitsbescheinigungen auszustellen, damit diese gegebenenfalls am Montag ihren Arbeitsplatz erreichen können.

Das folgende Muster können Sie hierfür verwenden:

Generell ist ein Geschäftsbetrieb nur unter Beachtung der allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen möglich. Zu den Maßnahmen zählen die Einhaltung eines Sicherheitsabstands zum Kunden von 1,5 Metern und die Reduzierung der Personenzahl, die sich gleichzeitig im Geschäft aufhält. Im Wartebereich dürfen sich nicht mehr als 10 Personen aufhalten. Es gilt die Beachtung der Hygienestandards sowie der entsprechenden Umgangsformen. Bäcker, Konditoren, Fleischer dürfen unter Einhaltung dieser Abstandsregeln offen bleiben. Alle anderen Handwerksbetriebe mit Ladengeschäfte müssen den Ladenbereich schließen, die Werkstatt darf jedoch fortgeführt werden. Es empfiehlt sich hierbei Kundengespräche telefonisch vorab zu vereinbaren.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Rolf Koch
Leiter Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung

Tel. 0621 18002-156
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Christiane Zieher

Tel. 0621 18002-155
Fax 0621 18002-159
zieher--at--hwk-mannheim.de

Auch hier gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Dies wird wohl nur in größeren Fahrzeugen möglich sein, wenn diese mit wenigen Personen besetzt sind. Ansonsten sind getrennte Fahrten oder Fahrten mit privatem PKW (Erstattungsätze sind zu zahlen) zu empfehlen.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Jürgen Gergely

Tel. 0621 18002-157
Fax 0621 18002-180
gergely--at--hwk-mannheim.de



Die bundesweite Imagekampagne des Handwerks hat für diese schwere Zeite neue Motive zur Verfügung gestellt. Diese können Sie induvidualisieren und für Ihren Betrieb nutzen. Weitere Informationen haben wir hier für Sie zusammengestellt.