FAQs Corona für Betriebe

Aktuelle Informationen für Betriebe

Liebe Besucher und Kunden der Handwerkskammer und der Bildungsakademie,

Auf Grund der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus kommt es momentan zu einem erhöhten Telefonaufkommen. Wir versuchen so gut und schnell wie möglich alle Fragen zu beantworten. Wir haben Ihnen hier eine Liste der momentan Häufigsten Fragen zusammengestellt. Bitte lesen Sie sich die FAQs durch. Eventuell wird Ihre Frage bereits hier beantwortet. Falls nicht, stehen wir Ihnen natürlich weiterhin zur Verfügung.



 Anträge ab sofort möglich

Das Land Baden-Württemberg bietet unter bestimmten Voraussetzungen eine finanzielle Soforthilfe für kleine und mittlere Unternehmen an. Sie muss nicht zurückbezahlt werden und erfolgt in dieser Höhe:

  • §  bis zu 9.000 Euro für Soloselbstständige und Betriebe bis 5 Mitarbeiter
  • §  bis zu 15.000 Euro für Betriebe bis 10 Mitarbeiter
  • §  bis zu 30.000 Euro für Betriebe bis 50 Mitarbeiter

Wir zeigen Ihnen hier Schritt für Schritt wie Sie den Antrag auf Gewährung eines Zuschusses für von der Corona-Pandemie geschädigte Handwerksunternehmer stellen:

Soforthilfe beantragen

Zusätzlich finden Sie hier eine Ausfüllhilfe als Excel-Datei für die Berechnung der Höhe des bestehenden und/ oder erwarteten Liquiditätsengpasses für drei Monate:

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Christiane Zieher

Tel. 0621 18002-155
Fax 0621 18002-159
zieher--at--hwk-mannheim.de

Jürgen Gergely

Tel. 0621 18002-157
Fax 0621 18002-180
gergely--at--hwk-mannheim.de

Rolf Koch
Leiter Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung

Tel. 0621 18002-156
Fax 0621 18002-159
koch--at--hwk-mannheim.de

Aufträge gehen zurück:

Antrag auf Kurzarbeit stellen

Liquidität (flüssiges Geld) wird knapp:

Geldabflüsse verschieben: Steuer(voraus-)zahlungen schieben, Tilgungsaussetzungen vereinbaren, KK-Linie erhöhen, Liquiditätshilfekredit beantragen (vorbereiten) hierzu: Liquiditätsplan zum Nachweis führen

Ihr Betrieb ist auf behördliche Anweisung geschlossen:

Antrag auf Verdienstausfallentschädigung nach §§ 56 ff des Infektionsschutzgesetzes vorbereiten

Gerne helfen wir – rufen Sie uns an!

Rolf Koch
Leiter Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung

Tel. 0621 18002-156
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Hilfen zur Liquiditätssicherung

Anbei stellen wir Ihnen eine Kurzzusammenfassung für Hilfen zur Liquiditätssicherung in Form einer Liste zur Verfügung, die maßnahmenbezogen alle Inhalte der Corona-Seite des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks bündelt. Über die Links in der Liste kommen Sie direkt zu dem jeweiligen Beitrag.

Förderprogramme werden ausgeweitet

Mit neuen und im Volumen unbegrenzten Maßnahmen zur Liquiditätsausstattung schützt die Bundesregierung Unternehmen und Beschäftigte.

Die Bedingungen für den KfW Unternehmerkredit (für Bestandsunternehmen) und ERP Gründerkredit Universell (für junge Unternehmen unter 5 Jahre) werden gelockert, indem Risikoübernahmen (Haftungsfreistellungen) für Betriebsmittelkredite erhöht werden.

Die Risikoübernahmen werden auf die Höhe bis zu 80% angehoben.

Bei den Bürgschaftsbanken wird der Bürgschaftshöchstbetrag auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt.

Die Obergrenze von 35% Betriebsmitteln am Gesamtobligo der Bürgschaftsbanken wird auf 50% erhöht. Um die Liquiditätsbereitstellung zu beschleunigen, eröffnet der Bund die Möglichkeit, dass die Bürgschaftsbanken Bürgschaftsentscheidungen bis zu einem Betrag von 250.000 Euro eigenständig treffen können.

 

Für die Beantragung von Fördermitteln und Liquiditätshilfen ist es hilfreich eine möglichst umfangreiche Dokumentation zu haben. Dazu gehören unter anderem:

  • Dokumentation abgesagter/entgangener Aufträge inklusive der erwarteten Einnahmen
  • Aufstellen eines Liquiditätsplans bis zum Jahresende (s. Anleitung zur Erstellung eines Liquiditätsplanes)
  • Bereithalten der Jahresabschlüsse der vergangenen Jahre

KfW-Unternehmer- wie auch ERP-Gründerkredite sind über Banken und Sparkassen bei der KfW zu beantragen. Informationen dazu gibt es auf der Webseite der KFW und bei allen Banken und Sparkassen. Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 539 9001.

Weitere Infos finden Sie hier:

KfW Corona Hilfe Unternehmen

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Rolf Koch
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Christiane Zieher

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Wichtig für Beantragung einer Liquiditätshilfe

Liquidität

Liquidität ist die Fähigkeit eines Unternehmens, jederzeit fällige Zahlungen leisten zu können. Zum Nachweis der Zahlungsfähigkeit kann ein Zahlungs- bzw. Geldflussplan nach folgendem Muster erstellt werden. Hier werden die fälligen Zahlungen (Geldabflüsse wie Miete, Personalkosten, Materialkosten etc.) den fälligen Geldzuflüssen (in der Hauptsache aufgrund geschriebener Rechnungen an Kunden) gegenübergestellt.

Wenn die voraussichtlichen Geldzuflüsse mindestens so hoch sind, wie die voraussichtlichen Geldabflüsse, gibt es kein Problem.

Wenn allerdings die notwendigen Geldabflüsse höher sind, als die Zuflüsse, muss das fehlende Geld aus irgendeiner Quelle zugeschossen werden (z.B. Kontokorrent-Linie, Zwischenkredit, etc.).

Diese Aufzeichnungen sind zum Nachweis des Liquiditätsengpasses und damit zur eventuellen Beantragung einer kurzfristigen Liquiditätshilfe extrem wichtig sein.

Renatabilität

Die Rentabilität kann durch die monatlich i.d.R. vom Steuerberater erstellten Betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) nachgewiesen werden. Dies ist sehr wichtig, um später den Umsatz- und Gewinneinbruch aufgrund der derzeitigen Corono-Krise sauber dokumentieren zu können.

Hier können Sie sich ein Muster(Liquiditätsplan) herunterladen:

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Christiane Zieher

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Steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen

Update 27. März 2020:

Das Ministerium für Finanzen hat eine Übersicht zur Erleichterungen für Steuerpflichtige, die von der Ausbreitung des Coronavirus unmittelbar und nicht unerheblich betroffen sind, erstellt (Stand 27.03.2020):

Antrag auf Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus:

Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) erleichtert die Stundung von Beiträgen für beitragspflichtige Unternehmen, die durch das Coronavirus außergewöhnlich belastet sind:

BG BAU erleichtert Stundungsregelungen für Betriebe der Bauwirtschaft

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Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) hat in einem neuen Rundschreiben die Möglichkeiten zur Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen modifiziert.

Damit den Betrieben der Beitrag für den Monat März nicht eigezogen wird, muss der Antrag heute (26.03.2020) an alle Krankenkassen gerichtet werden, bei denen die Mitarbeiter versichert sind. Sind Beschäftigte bei verschiedenen Krankenkassen versichert, muss der Stundungsantrag bei jeder Krankenkasse separat gestellt werden.

Wenn der Beitrag für den Monat März 2020 von den Krankenkassen im Lastschriftverfahren bereits abegebucht wurde, kann dieser von den Krankenkassen wieder zurücküberwiesen werden, wenn der Antrag auf Stundung der Sozialbeiträge rechtzeitig gestellt wurde.

Nachstehend finden Sie die regelmäßig auftretenden Fragen rund um die Stundung von Beiträgen zur Sozialversicherung (FAQ des GKV):

Gerne können Sie dazu das beigefügte Musterschreiben verwenden:

Die Beantragung von Kurzarbeit ist nicht zwingende Voraussetzung für die Beantragung einer Beitragsstundung. Dies gilt grundsätzlich auch für die anderen von der Bundesregierung beschlossenen Unterstützungs- und Hilfsmaßnahmen wie Fördermittel und Kredite, die faktisch erst gestern Gesetz geworden seien und größtenteils noch gar nicht genutzt werden könnten (Stand 26.03.2020)

Für den Monat April können Sie ebenfalls einen einen Erstattungsantrag einreichen.

Momentan können die fällig werdenden Beiträge zunächst für die Monate März 2020 und April 2020 gestundet werden.

Ergänzend weisen wir darauf hin, dass der Antrag auf eine Stundung von Unfallversicherungsbeiträgen an die jeweilige Berufsgenossenschaft zu stellen ist.

Viele Berufsgenossenschaften bieten ihren Mitgliedsunternehmen Unterstützung in Form von Stundung oder Ratenzahlung während der Corona-Krise an. In folgedem Dokument finden sie alle wichtigen Infos:

Zu Beitragsfreistellungen, Beitragsstundungen, Ratenzahlungen und temporären Reduzierungen Ihres Versicherungsschutzes müssen Sie direkt mit Ihrer Versicherungsvertreter sprechen.

Eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann online über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden. Genauso kann eine Kontaktaufnahme durch die Hausbank erfolgen:

https://finanzierungsportal.ermoeglicher.de/

Eine Übersicht der jeweils zuständigen Bürgschaftsbank steht auf dieser Seite zur Verfügung:

https://www.vdb-info.de/mitglieder

Hilfsangebote stellt die L-Bank für Unternehmen, die durch das Corona-Virus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, zur Verfügung:

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Christiane Zieher

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Fax 0621 18002-159
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Arbeitslosengeld II Anspruch für Selbständige

Möglicherweise geraten Selbständige durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise derart in finanzielle Schwierigkeiten, dass sie ihren Lebensunterhalt nicht mehr finanzieren können. Auch für Selbständige besteht ein Anspruch auf Arbeitslosengeld II (ALG II). Es gelten zwar Freibeträge für Renten- und Lebensversicherungen, allerdings sind viele Selbständige deutlich höher abgesichert, so dass dies einem Anspruch auf ALG II entgegenstehen kann. Wenden Sie sich hierzu an die zuständige Arbeitsagentur.

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Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bereitet eine gesetzliche Regelung zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht vor, um Unternehmen zu schützen, die infolge der Corona-Epidemie in eine finanzielle Schieflage geraten. Es ist aber aus organisatorischen und administrativen Gründen nicht sichergestellt, dass derartige Hilfen rechtzeitig innerhalb der dreiwöchigen Insolvenzantragspflicht bei den Unternehmen ankommen werden.

Um zu vermeiden, dass betroffene Unternehmen allein deshalb einen Insolvenzantrag stellen müssen, weil die Bearbeitung von Anträgen auf öffentliche Hilfen bzw. Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen in der außergewöhnlichen aktuellen Lage nicht innerhalb der dreiwöchigen Insolvenzantragspflicht abgeschlossen werden können, soll daher durch eine gesetzliche Regelung für einen Zeitraum bis zum 30.09.2020 die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt werden.

Voraussetzung für die Aussetzung soll sein, dass der Insolvenzgrund auf den Auswirkungen der Corona-Epidemie beruht und dass aufgrund einer Beantragung öffentlicher Hilfen bzw. ernsthafter Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen eines Antragspflichtigen begründete Aussichten auf Sanierung bestehen.

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Entschädigung nach § 56 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG)

Wer auf Grund des Infektionsschutzgesetzes einem Tätigkeitsverbot unterliegt oder unterworfen wird bzw. abgesondert wurde und einen Verdienstausfall erleidet, enthält grundsätzlich eine Entschädigung in Geld. Das beinhaltet auch die Entschädigung bei Arbeitsausfall wegen vom Gesundheitsamt angeordneter Isolation ("häusliche Quarantäne").

Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall. Für die ersten sechs Wochen wird sie in Höhe des Verdienstausfalls gewährt. Vom Beginn der siebenten Woche an wird sie in Höhe des Krankengeldes nach § 47 Abs. 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch gewährt.

Bei Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber für die Dauer des Arbeitsverhältnisses, längstens für sechs Wochen, die Entschädigung für die zuständige Behörde auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Behörde erstattet. Im Übrigen wird die Entschädigung vom Landesamt für soziale Dienste Schleswig-Holstein auf Antrag gewährt.

Die Anträge nach § 56 IfSG sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Beendigung des Tätigkeitsverbots zu stellen.

Unter folgendem Link ist ein Antrag auf Erstattung der Verdienstausfälle, die auf die Corona-Krise zurückzuführen sind, hinterlegt:  

Ansprechpartner Handwerkskammer:

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Entschädigung nach § 56 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG)

Wer auf Grund des Infektionsschutzgesetzes einem Tätigkeitsverbot unterliegt oder unterworfen wird bzw. abgesondert wurde und einen Verdienstausfall erleidet, enthält grundsätzlich eine Entschädigung in Geld. Das beinhaltet auch die Entschädigung bei Arbeitsausfall wegen vom Gesundheitsamt angeordneter Isolation ("häusliche Quarantäne").

Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall. Für die ersten sechs Wochen wird sie in Höhe des Verdienstausfalls gewährt. Vom Beginn der siebenten Woche an wird sie in Höhe des Krankengeldes nach § 47 Abs. 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch gewährt.

Bei Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber für die Dauer des Arbeitsverhältnisses, längstens für sechs Wochen, die Entschädigung für die zuständige Behörde auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Behörde erstattet. Im Übrigen wird die Entschädigung vom Landesamt für soziale Dienste Schleswig-Holstein auf Antrag gewährt.

Die Anträge nach § 56 IfSG sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Beendigung des Tätigkeitsverbots zu stellen.

Folgendes Dokument ist ein Antrag auf Erstattung der Verdienstausfälle, die auf die Corona-Krise zurückzuführen sind, hinterlegt. Dies ist ein Formular des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis. Senden Sie das ausgefüllte Formular an ihr zuständiges Gesundheitsamt.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

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Achtung: Gefälschte E-Mails im Umlauf

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) warnt vor betrügerischen E-Mails. Die Absender wollen an persönliche Kundendaten gelangen. Arbeitgeber sollen auf keinen Fall auf die Mail antworten, sondern diese umgehend löschen. Die BA ist nicht Absender dieser E-Mails. Die BA fordert Arbeitgeber auch nicht per E-Mail auf, Kurzarbeitergeld zu beantragen.

Informationen zur Beantragung von Kurzarbeitergeld erhalten Betriebe telefonisch unter der zentralen gebührenfreien Hotline für Arbeitgeber 0800 4 5555 20.



Produktionsausfälle aufgrund von Corona-bedingten Lieferschwierigkeiten oder auch Ausfälle aufgrund von Infektionsschutzmaßnahmen (z.B. Betriebsschließungen) können ein Grund für die Anordnung von Kurzarbeit sein. Dann kann Anspruch auf Zahlung von Kurzarbeitergeld durch die Bundesagentur für Arbeit bestehen. Laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales werden diese Erleichterungen rückwirkend zum 01. März 2020 in Kraft treten und rückwirkend ausgezahlt.

Sollten Ihre Arbeitsverträge keine Regelungen zur Kurzarbeit beinhalten und keine tarifvertragliche Regelungen einschlägig sein, können Sie individuell mit Ihren Arbeitnehmern eine Ergänzungsvereinbarung zur Kurzarbeit schließen. 

Der Handwerkschef, der seine Mannschaft wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit schicken muss, sollte mit seinen Mitarbeitern eine Vereinbarung über Gründe und Dauer der Kurzarbeit treffen, die von beiden Parteien - Arbeitgeber und Arbeitnehmern - zu unterzeichnen ist. So haben Unternehmer und Mitarbeiter eine Grundlage für ihre weitere Zusammenarbeit und Planungssicherheit.

Nachfolgend können Sie sich eine Mustervorlage für Vereinbarung zur Einführung von Kurzarbeit herunterladen.

Achtung: Gefälschte E-Mails im Umlauf – siehe: Kann der Arbeitgeber wegen Corona Kurzarbeitergeld beantragen?



Ab dem Moment, wo ersichtlich ist, dass ich meine Mitarbeiter nicht mehr auslasten kann, empfiehlt es sich in der derzeitigen Situation, einen Antrag zu stellen.

Kurzarbeitergeld

Falls Sie in Ihrem Betrieb Kurzarbeit anordnen müssen, hilft Ihnen das Kurzarbeitergeld die folgenden Entgeltausfälle in Teilen auszugleichen. Wichtig für Sie, die Kurzarbeit bei der Bundesagentur für Arbeit anzuzeigen. Die Frist um die Kurzarbeit für den Monat März anzuzeigen ist der 31.03.2020. Sie sollten die Kurzarbeit anzeigen, auch wenn Sie nicht abschätzen können ob und wie Sie Kurzarbeit anordnen müssen. Die Abrechnung erfolgt später, auf der Grundlage der dann tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. In diesem Video erklärt die Bundesagentur für Arbeit, wie Sie Kurzarbeitergeld beantragen: So beantragen Sie Kurzarbeitergeld



Die Bundesregierung plant ab Anfang April weitere Änderungen, diese sind aber noch nicht rechtskräftig!

  • Absenkung des Quorums der von Arbeitsausfall betroffenen Beschäftigten im Betrieb auf bis zu 10 %
  • teilweiser oder vollständiger Verzicht auf Aufbau negativer Arbeitszeitsalden
  • Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeitnehmer
  • vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit

Antrag Kurzarbeitergeld postalisch

Antrag Kurzarbeitergeld Online

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Rolf Koch
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Fax 0621 18002-159
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Das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen regelt unter anderem auch Schutzmaßnahmen, unter welche auch die Ausgangssperre fällt. Konkret bedeutet eine Ausgangssperre: Menschen dürfen ihre Wohnungen oder Häuser nicht mehr „ohne triftigen Grund“ verlassen.

Erlaubt sind voraussichtlich noch:

  • Hin- und Rückweg zur Arbeitsstätte mit Bescheinigung des Arbeitgebers
  • Einkäufe
  • Apotheken- und Arztbesuche
  • Tanken
  • Bargeldabheben
  • Lieferverkehr
  • Hilfeleistungen für Bedürftige
  • Versorgung von Haustieren

Polizei und Ordnungsamt sind im Fall einer Ausgangssperre dazu verpflichtet, die Einhaltung zu kontrollieren. Wie eine Ausgangssperre und die Kontrolle in Baden-Württemberg aussehen würde, steht aktuell noch nicht fest.

Dennoch raten wir an, bereits vor dem Wochenende Ihren Mitarbeitern entsprechende Arbeitsbescheinigungen auszustellen, damit diese gegebenenfalls am Montag ihren Arbeitsplatz erreichen können.

Das folgende Muster können Sie hierfür verwenden:

Handwerksbetriebe dürfen grundsätzlich weiterhin öffnen. 

Dienstleister, Handwerker und Werkstätten können in vollem Umfang ihrer Tätigkeit nachgehen, soweit sie nicht in § 4 Absatz 1 der Corona-Verordnung/CoronaVO BW genannt sind. Weiter ihrer Tätigkeit nachgehen können also Betriebe, die ausschließlich handwerkliche Tätigkeiten erbringen, also zum Beispiel:

  • Feinwerkmechaniker
  • Gerüstbauer
  • Maurer
  • Maler und Lackierer
    u.a.

Weniger eindeutig ist die aktuelle rechtliche Lage für Betriebe, die nicht ausschließlich handwerkliche Leistungen erbringen, sondern zusätzlich auch ein angegliedertes Ladenlokal oder Ausstellungsräume betreiben, wie zum Beispiel:

  • Änderungsschneider
  • Elektroinstallateure
  • Sanitärinstallateure
  • Fliesenleger
    u.a.

Um auf der sicheren Seite zu sein, gehen wir nach jetziger Einschätzung davon aus, dass diese Unternehmen ihre öffentlich zugänglichen Laden- und Ausstellungsräume für den ungehinderten Publikumsverkehr schließen sollten.

Kundenbesuche sind eingeschränkt und die Hygienevorschriften müssen eingehalten werden.

Die Werkstatt kann unserer Einschätzung nach davon unabhängig weiter betrieben werden.

Beispiel: Ein Elektrobetrieb muss seinen Laden schließen, in dem er Elektrogeräte verkauft. Seine Werkstatt darf er geöffnet lassen. Wenn der Kunde sein Gerät zur Reparatur nur dadurch abgeben kann, indem er durch den Laden zur Reparaturannahme der Werkstatt geht, darf die Ladentür offen bleiben. Es darf nur eben kein Einzelhandel betrieben werden. Genauso verhält es sich bei SHK-Betrieben, Kfz-Betrieben oder Radio- und Fernsehgeschäften.

Von der Schließung befreit sind außerdem Betriebe, die für die Versorgung der Bevölkerung unbedingt notwendig sind. Aus dem Handwerk zählen hierzu:

  • Bäckereien
  • Konditoreien
  • Metzgereien
  • Sanitätshäuser
  • Hörgeräteakustiker
  • Optiker

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat eine Auslegungshilfe zu Ladenschließungen veröffentlicht:

Generell ist ein Geschäftsbetrieb nur unter Beachtung der allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen möglich. Zu den Maßnahmen zählen die Einhaltung eines Sicherheitsabstands zum Kunden von 1,5 Metern und die Reduzierung der Personenzahl, die sich gleichzeitig im Geschäft aufhält. Im Wartebereich dürfen sich nicht mehr als 10 Personen aufhalten. Es gilt die Beachtung der Hygienestandards sowie der entsprechenden Umgangsformen. Bäcker, Konditoren, Fleischer dürfen unter Einhaltung dieser Abstandsregeln offen bleiben. Alle anderen Handwerksbetriebe mit Ladengeschäfte müssen den Ladenbereich schließen, die Werkstatt darf jedoch fortgeführt werden. Es empfiehlt sich hierbei Kundengespräche telefonisch vorab zu vereinbaren.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Rolf Koch
Leiter Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung

Tel. 0621 18002-156
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Christiane Zieher

Tel. 0621 18002-155
Fax 0621 18002-159
zieher--at--hwk-mannheim.de

Gemäß der Corona-Verordnung dürfen Einrichtungen, die im Zuge der Verordnung nicht geschlossen werden, auch an Sonn- und Feiertagen öffnen. Eine Öffnung der Einrichtung ist zusätzlich zu den drei Stunden, die nach bisheriger Rechtslage ohnehin schon erlaubt war, zusätzlich von 12:00 bis 18:00 Uhr möglich.

Das Wirtschaftsministerium ist ermächtigt, dazu Auflagen festzulegen. Auch Ausweitungen und  Flexibilisierungen des Arbeitszeitgesetzes sind so für manche Bereiche ausnahmsweise möglich.

Darüber hinaus können die unteren Verwaltungsbehörden Regelungen zu zulässigen Sonntags- und Feiertagsarbeiten treffen.

Ansprechpartner Handwerkskammer:

Jürgen Gergely

Tel. 0621 18002-157
Fax 0621 18002-180
gergely--at--hwk-mannheim.de



Auch hier gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Dies wird wohl nur in größeren Fahrzeugen möglich sein, wenn diese mit wenigen Personen besetzt sind. Ansonsten sind getrennte Fahrten oder Fahrten mit privatem PKW (Erstattungsätze sind zu zahlen) zu empfehlen.

Solange die Ausstellungsware nur als Muster dient und nicht selbst verkauft wird, darf die Ausstellung geöffnet bleiben. 

Ein Parkettlegebetrieb beispielsweise darf auf seiner Ausstellungsfläche also kein Parkett an Kunden verkaufen, die dieses selbst verlegen wollen. Kommt der Kunde jedoch nur zur Auswahl des Parketts, das der Handwerker für ihn verlegen soll, darf der Auftrag angenommen werden. Es handelt sich um eine handwerkliche Leistung.

Die bundesweite Imagekampagne des Handwerks hat für diese schwere Zeite neue Motive zur Verfügung gestellt. Diese können Sie induvidualisieren und für Ihren Betrieb nutzen. Weitere Informationen haben wir hier für Sie zusammengestellt.