Thomas Rittelmann

Meisterfeier 2017

Wir gratulieren ganz herzlich allen 489 Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeistern des Prüfungsjahres 2016 / 2017 zur bestandenen Meisterprüfung.

Im Rahmen der Großen Meisterfeier 2017 wurden insgesamt 489 junge Meisterinnen und Meister aus 17 Berufen vom Präsidenten der Handwerkskammer Mannheim, Alois Jöst, vor über 1.600 Gästen im Mozartsaal des Mannheimer Kongresszentrums Rosengarten in den Meisterstand des deutschen Handwerks erhoben. Dabei machte Jöst allen Meisterinnen und Meistern Mut und bezeichnete den Meisterbrief als „Ausweis hoher Qualität“.

In der von Holger Wienpahl moderierten Feierstunde bezeichnete er den 70 Gramm schweren Meisterbrief als „Schwergewicht deutscher Wirtschaftsgeschichte“. In ihm verbinden sich nach seinen Worten „Fachkompetenz mit theoretischem Wissen“. Und zudem habe das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung herausgefunden, dass nach volkswirtschaftlich gängiger Definition unter den Meistern Vollbeschäftigung herrsche, ein Wert, den „nicht einmal akademisch Qualifizierte erreichen“.

Jöst selbst ermutigte in einem Interview die jungen Meisterinnen und Meister zur „Übernahme meisterlicher Verantwortung“, sowohl für ihr eigenes Tun wie auch den persönlichen Berufs- und Lebensweg. Denn, so Jöst, „Verantwortung am Arbeitsplatz gehört genauso dazu wie für die Auszubildenden, Beschäftigten und deren Familien“.

Jöst mahnte dabei eine offene und transparente Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern an, um das Handwerk für die Zukunft fit zu machen. Und forderte auch die Schonung der natürlichen Ressourcen. Es lohne sich, an der persönlichen Meisterschaft weiterzuarbeiten, denn das mache vor allem sehr zufrieden.

Für ihn als Meister, so Jöst weiter, gelte der Grundsatz, auch mehr zu machen als man unbedingt müsse. Das bedeute konkret, nachhaltig zu denken und Tugenden zu leben, im Beruf und darüber hinaus. Es sei „beflügelnd“, sich für seine Werte einzusetzen. Deshalb rief er den Jungmeisterinnen und Jungmeistern des Jahres 2017 zu: „Leben Sie Ihre Werte.“

Die jeweils besten Meisterinnen und Meister aus den 17 geprüften Berufen wurden von Kammerpräsident Alois Jöst im Handwerk der Region begrüßt, bevor der Heddesheimer Elektrotechnikermeister Manuel Weichmann als bester Meister seines Berufs im Interview mit dem Moderator seine Beweggründe für seinen Weg zu Elektrotechnikermeister schilderte und insbesondere die Herausforderungen, die sich ihm auf dem Weg zum Meister stellten.

Statistik

Insgesamt sind 628 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Meisterprüfung im Prüfungsjahrgang 2016/2017 angetreten.
Von diesen haben insgesamt 489 (77,9 %) über 17 Handwerke verteilt - mit einem Frauenanteil von 31,5 % (154 Meisterinnen) - bestanden.

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Berufe:
Kraftfahrzeugtechnikerinsgesamt 87,davon 1 Meisterin und 86 Meister
Friseurinsgesamt 83,davon 70 Meisterinnen und 13 Meister
Hörgeräteakustikerinsgesamt 59,davon 35 Meisterinnen und 24 Meister
Elektrotechnikerinsgesamt 40,davon 40 Meister
Konditoreninsgesamt 40,davon 33 Meisterinnen und 7 Meister
Bäckerinsgesamt 38,davon 5 Meisterinnen und 33 Meister
Metallbauerinsgesamt 28,davon 28 Meister
Installateur und Heizungsbauerinsgesamt 25,davon 25 Meister
Feinwerkmechanikerinsgesamt 23,davon 1 Meisterin und 22 Meister
Maler und Lackiererinsgesamt 21,davon 21 Meister
Orthopädietechnikerinsgesamt 19,davon 5 Meisterinnen und 14 Meister
Tischler / Schreinerinsgesamt 7,davon 7 Meister
Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerinsgesamt 6,davon 6 Meister
Maurer und Betonbauerinsgesamt 5,davon 5 Meisterin
Fotografeninsgesamt 4,davon 3 Meisterinnen und 1 Meister
Drucker   insgesamt 2,   davon 2 Meister
Raumausstatterinsgesamt 2,davon 1 Meisterin und 1 Meister

"Seniora-Meisterin" ist eine Hörgeräteakustikermeisterin des Jahrgangs 1968.

"Senior-Meister" ist ein Hörgeräteakustikermeister des Jahrgangs 1960.

Jüngste Meisterin ist eine Friseurmeisterin des Jahrgangs 1997.

Jüngster Meister ist ein Bäckermeister des Jahrgangs 1997.

Das Durchschnittsalter aller Meisterinnen liegt bei 29,0 Jahren und das der Meister bei 28,8 Jahren

10,2 % haben einen Migrationshintergrund durch den Geburtsort

B1, 1-2
68159 Mannheim
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