Soforthilfe beantragen

Zur Überbrückung finanzieller Engpässe im Zuge der aktuellen Corona Krise werden den Unternehmen in Baden Württemberg kurzfristig finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Das Antragsformular finden Sie auf der Homepage des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg. Das Formular für solche  Mittel müssen durch die Unternehmen und Betriebe auf www.bw-soforthilfe.de eingereicht werden. Nach Bearbeitung durch die zuständige Handwerkskammer wird der Antrag an die L-Bank weitergeleitet und eine Bewilligung geprüft.

Achtung wichtige Änderung:

Seit heute, 30.März 2020, müssen weder private Mittel noch betriebliche Rücklagen verwendet werden. Antragsteller müssen nur nachweisen, dass die laufenden betrieblichen Einnahmen, die betrieblichen Verbindlichkeiten nicht decken. Dies ist bereits in die Ausfüllhilfe als Excel-Datei zum Liquiditätsplan und Umrechnung Vollzeitäquivalent eingearbeitet.



Warnmeldung vor gefälschten Webseiten!

Vor einer besonders perfiden Vorgehensweise warnt das Landeskriminalamt Baden-Württemberg nun aktuell. Im Internet sind Seiten aufgetaucht, auf denen in Bedrängnis geratene Unternehmen aufgefordert werden, das dortige Formular mit Daten zu befüllen und anschließend hochzuladen. Teilweise wurden Unternehmen gezielt telefonisch kontaktiert und explizit auf die entsprechende Seite im Internet hingewiesen. Der Anrufer gab sich dabei als Angehöriger der einzig offiziellen Stelle zur Abwicklung der Soforthilfe aus. Die Polizei stuft diese Vorgehensweise als Vorbereitungshandlung für spätere Betrugsstraftaten ein und warnt eindringlich davor, persönliche und Unternehmensdaten auf solchen Fake-Seiten im Internet preiszugeben.

Nutzen Sie für die Stellung der Anträge auf Soforthilfe ausschließlich die Internetseiten von offiziellen Landesstellen. Dies sind das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, die L-Bank mit Unterstützung der Industrie-und Handelskammern sowie der Handwerkskammern.

 Bitte laden Sie Ihren Antrag ausschließlich auf der offiziellen Plattform www.bw-soforthilfe.de hoch!

 Sollten Sie bei einem Anruf zu diesem Thema unsicher sein, wenden Sie sich bitte im Nachgang des Telefonats an die Corona-Hotline der Handwerkskammer Mannheim unter 0621 18002-0



Hier können Sie den Antrag auf Gewährung eines Zuschusses für von der Corona-Pandemie geschädigte Handwerksunternehmer stellen. Wir zeigen Ihnen wie:

Antragsstellung

Schritt 1: Laden Sie das Antragsformular Soforthilfe Corona (PDF) herunter und füllen Sie es vollständig an Ihrem PC aus. Nur vollständig ausgefüllte Formulare können bearbeitet werden.

Schritt 2: Drucken  Sie das vollständig ausgefüllte Formular aus

Schritt 3: UNTERSCHREIBENSie (rechtsverbindlich durch einen Vertretungsberechtigten) das Formular eigenhändig an der dafür vorgesehenen Stelle

Schritt 4: Scannen Sie das Formular mit Ihrer Unterschrift ein.

Schritt 5: Speichern Sie das gescannte Dokument im PDF-Format ab.

Es können nur vollständig ausgefüllte Formulare im PDF-Format verarbeitet werden. Bitte führen Sie gegebenenfalls mehrseitige Dokumente in EIN Dokument zusammen.
Da nur Dokumente im PDF-Format angenommen werden können, müssen die Dokumente im Datei-Typ PDF gespeichert oder über einen Standard-PDF-Drucker gedruckt werden, um das PDF-Format sicherzustellen.

Schritt 6: Öffnen Sie bitte folgendes Online-Portal:www.bw-soforthilfe.de

Schritt 7: Geben Sie dort Ihre Kontaktdaten ein und ladenSie Ihr Antragsformular hoch. Bitte notieren Sie sich unbedingt Ihre 10stellige ID Nummer!



Während des ganzen Prozesses werden Sie per E-Mail über die erfolgten Schritte informiert. Über den Eingang Ihres Antrages, die Weiterleitung an die L-Bank und die Bewilligung bzw. Ablehnung Ihres Antrages.


Es ist sehr wichtig, dass Sie die Daten im Antragsformular gewissenhaft, ehrlich und richtig angeben. Rückfragen kosten Zeit und verzögern die Bearbeitung.



Formular-Schmuckbild_final

Hotline

0800 4020088 (kostenfrei)

Video-Ausfüllhilfe zum Antragsformular

Screenshot-Erklaerfilm-Antrag-Soforthilfe-Corona
Handwerkskammer

Ausfüllhilfe als Excel-Datei zum Liquiditätsplan und Umrechnung Vollzeitäquivalent

Bevor Sie im Antrag unter Ziffer 2. „Förderspezifische Angaben“ die Höhe des bestehenden und/oder erwarteten Liquiditätsengpasses für drei Monate eingeben, sollten Sie, zum späteren Nachweis für sich, dieses Excel-Tabellen zur Berechnung verwenden.

Ausfüllhilfe zum Antragsformular

FAQs zur Soforthilfe Corona (weiter unten auf der Seite)

 Häufig gestellte Fragen

Nein.

In den Beträgen der Soforthilfe des Landes Baden-Württemberg sind die seit dem 30. März in den Medien kommunizierten Bundesmittel zur Soforthilfe bereits enthalten. Sie müssen für die Bund- und Landförderung also nur einen Antrag stellen.

Achtung Änderung:

Seit heute, 30.März 2020, müssen weder private Mittel noch betriebliche Rücklagen verwendet werden. Antragsteller müssen nur nachweisen, dass die laufenden betrieblichen Einnahmen, die betrieblichen Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten nicht decken. Dies ist bereits in die Ausfüllhilfe als Excel-Datei zum Liquiditätsplan und Umrechnung Vollzeitäquivalent eingearbeitet.

Ihre Betriebsnummer steht auf dem aktuellen Beitragsbescheid, der Ihnen Anfang März postalisch zugestellt wurde. Sie finden Sie oben rechts im Adressfeld neben dem Aufdruck „persönlich - an die Geschäftsleitung“.

Sie finden Ihre Betriebsnummer außerdem auch auf der Rückseite Ihrer Handwerkskarte bzw. Ihres Gewerbeausweises.

Sollten Sie beides nicht zur Hand haben, erfragen Sie Ihre Betriebsnummer bitte unter: 

handwerksrolle@hwk-mannheim.de

Bei der Soforthilfe handelt sich um einen Zuschuss, der nicht zurückbezahlt werden muss, soweit die relevanten Angaben im Antrag richtig und vollständig waren und wahrheitsgemäß gemacht wurden.

Nach derzeitigen Bestimmungen unterliegt der finanzielle Zuschuss im Rahmen der jährlichen Gewinn- und Verlustrechnung aber der Einkommensteuerpflicht.

Ein alleiniger Verweis auf die Corona-Krise ist bei Punkt 2 des Soforthilfe-Antrags nicht zwingend für eine Förderung ausreichend. 

Es hilft sehr, wenn Sie ergänzend erläutern, welche gravierenden Nachfrage- und Produktionsausfälle, unterbrochenen Lieferketten, Stornierungswellen, Honorarausfälle, massive Umsatzeinbußen und Gewinneinbrüche dies für Sie bedeutet.

Wenn irgend möglich, machen Sie im Antrag bitte deutlich, dass und warum die laufenden Kosten (in welcher Art und Höhe) jetzt oder in naher Zukunft nicht mehr selbst gedeckt werden können und inwiefern dies erst ab dem 11. März 2020 infolge der Auswirkungen der Corona-Pandemie ohne zusätzliche Eigen- oder Fremdmittel nicht mehr geleistet werden kann.

Der Engpass, der bis hin zu einer existenzbedrohlichen Lage führt, muss unmittelbar auf die Corona-Pandemie zurückzuführen sein. Erläutern Sie also am besten kurz, inwiefern sich für das Unternehmen unter normalen Umständen (ohne Corona-Pandemie und deren Auswirkungen) aufgrund des aktuellen Verpflichtungen kein Liquiditätsengpass ergeben hätte.

Unser kostenfreies Excel-Tool hilft Ihnen bei der Berechnung:

Hier muss angegeben werden, in welcher Höhe Sie für Ihr Unternehmen einen Zuschuss aus dem Programm Soforthilfe Corona beantragen.

Die Obergrenze für die Höhe der Förderung entspricht dem unmittelbar infolge der Corona-Pandemie verursachten Liquiditätsengpass oder entsprechenden Umsatzeinbruch, maximal jedoch den in der Richtlinie genannten Förderbeträgen.

Beispiel:

Ihr Unternehmen hat 4 Beschäftigte (VZÄ). Sie haben einen Liquiditätsengpass für drei Monate in Höhe von 9.000 Euro angegeben. Laut Richtlinie können Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten (VZÄ) maximal 9.000 Euro Zuschuss für drei Monate erhalten.

  • Sie geben bei der Frage nach der Höhe des beantragten Zuschusses 9.000 Euro an. 
  • Liquiditätsengpass entspricht maximal möglicher Förderung in Höhe von 9.000 Euro.

 Weitere Beispiele: 

Gleicher Fall, aber Sie haben nur 5.000 Euro Liquiditätsengpass angegeben. 

  • Sie geben bei der Frage nach der Höhe des beantragten Zuschusses 5.000 Euro an.
  • niedriger als die maximal mögliche Förderung, weil ihr Liquiditätsengpass niedriger als die maximal mögliche Förderung liegt.

Gleicher Fall, aber Sie haben 12.000 Euro Liquiditätsengpass angegeben.

  • Sie geben bei der Frage nach der Höhe des beantragten Zuschusses 9.000 Euro an.
  • niedriger als ihr Liquiditätsengpass, weil die maximal mögliche Förderung bei 9.000 Euro liegt.

Liquiditätsengpass bedeutet, dass keine (ausreichende) Liquidität vorhanden ist, um beispielsweise laufende Verpflichtungen (bspw. Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten) zu zahlen.

Bei der Frage ist damit die Höhe der anfallenden Kosten ab 11. März 2020 anzugeben, die infolge der Auswirkungen der Corona-Pandemie ohne zusätzliche Eigen- oder Fremdmittel nicht mehr beglichen werden können – berechnet auf drei Monate.

Der Engpass, der bis hin zu einer existenzbedrohlichen Lage führt, muss dabei unmittelbar auf die Corona-Pandemie zurückzuführen sein. Das bedeutet, unter normalen Umständen (ohne Corona-Pandemie und deren Auswirkungen) hätte sich für das Unternehmen aufgrund des aktuellen Verpflichtungen kein Liquiditätsengpass ergeben. Um dies versichern zu können, können beispielsweise Vorjahresumsätze mit aktuellen Umsätzen verglichen und probeweise berechnet werden, ob sich bei gleichen Bedingungen wie im Vorjahr kein Engpass ergeben hätte.

Falls bereits sonstige staatliche (insbesondere des Bundes) oder europäischen Hilfe beantragt wurden, sind diese ggf. in die Berechnung des Liquiditätsengpasses einzubeziehen.

Bitte beachten Sie:

Ein Verdienst- oder Einnahmeausfall alleine ist kein Liquiditätsengpass.

Liquiditätsengpass ist auch mehr als der entgangene Gewinn. Das Unternehmen muss dadurch – und alleine infolge der Auswirkungen der Corona-Pandemie – in eine für das Unternehmen existenzbedrohliche Wirtschaftslage gekommen sein, in der es laufenden Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann.

Die Höhe des Liquiditätsengpasses ist konkret zu beziffern. Anträge mit Angaben wie beispielsweise „noch nicht absehbar“ können nicht bearbeitet und somit nicht berücksichtigt werden.

Bitte bewahren Sie die zugrundeliegenden Informationen zu Ihrer Berechnung bei Ihren Antragsunterlagen bis zum Ablauf der Verjährungsfristen eines gegebenenfalls erhaltenen Bewilligungsbescheides auf. Eine möglicherweise spätere Überprüfung der Berechnung wird nicht ausgeschlossen.

Um ein Unternehmen in Schwierigkeiten handelt es sich beispielsweise, wenn ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder, wenn die Voraussetzungen hierfür gegeben sind.

Nicht antragsberechtigt sind Unternehmen insbesondere dann, wenn das bereits vor der Corona-Pandemie (also vor dem 11. März 2020) der Fall war.

Nutzen Sie dafür unser praktisches Excel-Tool, mit dem Sie auch das Vollzeitäquivalent (VZÄ) berechnen können:

  Bitte beachten Sie: Ein über das Tool ermittelter Liquiditätsengpass ist keine Garantie dafür, dass der Antrag genehmigt wird – kann aber in der Nachweisführung sehr hilfreich sein.

Die Anzahl der Beschäftigten ist als Vollzeitäquivalent (VZÄ) anzugeben. Das VZÄ gibt an, wie viele Vollzeitstellen sich rechnerisch insgesamt aus Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigen in einem Unternehmen ergeben.

Nutzen Sie zur Berechnung unser praktisches Excel-Tool:

  Die über das Tool ermittelte Beschäftigtenanzahl ist keine Garantie dafür, dass der Antrag genehmigt wird. Sie kann aber in der Nachweisführung sehr hilfreich sein.

Welche Beschäftigungsgruppen werden einberechnet?

Umfasst sind Vollzeit-, Teilzeit- und Zeitarbeitskräfte sowie Saisonpersonal bspw. folgender Gruppen:

  • Lohn- und Gehaltsempfänger,
  • für das Unternehmen tätige Personen, die zu ihm entsandt wurden und nach nationalem Recht als Arbeitnehmer gelten (kann auch Zeit- oder sogenannte Leiharbeitskräfte einschließen),
  • mitarbeitende Eigentümer/ innen,
  • Teilhabende, die eine regelmäßige Tätigkeit in dem Unternehmen ausüben und finanzielle Vorteile aus dem Unternehmen ziehen,
  • bei Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten: Auszubildende oder in der beruflichen Ausbildung stehende Personen mit Lehr- oder Berufsausbildungsvertrag

Nicht einberechnet werden zum Beispiel:

  • Beschäftigte im Mutterschafts- oder Elternurlaub
  • bei Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten: Auszubildende oder in der beruflichen Ausbildung stehende Personen mit Lehr- oder Berufsausbildungsvertrag

Folgender Berechnungsschlüssel für Teilzeitkräfte gilt:

  • Beschäftigte bis 20 Stunden = Faktor 0,5,
  • Beschäftigte bis 30 Stunden = Faktor 0,75,
  • Beschäftigte über 30 Stunden = Faktor 1,
  • Beschäftigte auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3.

Die Berechnung erfolgt anhand der Regelungen der KMU-Definition der EU. Hilfestellung bietet das Benutzerhandbuch KMU-Definition.

Bei der Berechnung der Beschäftigtenzahl sind gegebenenfalls auch die Daten von Partner- und/ oder verbundenen Unternehmen miteinzubeziehen.

Selbstständigkeiten im Nebenerwerb sind im Rahmen des Programms Soforthilfe Corona grundsätzlich nicht förderfähig.

Mit der Selbstständigkeit, für die der Antrag gestellt wird, muss daher entweder das Haupteinkommen oder zumindest ein Drittel des Nettoeinkommens eines Haushalts erwirtschaftet werden. Das sollte nicht nur kurzfristig der Fall sein (beispielsweise seit Eintreten der Corona-Pandemie), sondern bereits im Vorjahr (Durchschnitt 2019) oder zumindest ab Jahreswechsel 2019/2020 vorgelegen haben.

Aufgrund der großen Nachfrage ist nicht auszuschließen, dass das Upload-Portal für Ihren Antrag vorübergehend nicht erreichbar ist. Bitte haben Sie in diesem Fall Geduld und versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.

Keine Sorge: Alle Anträge werden schnellstmöglich bearbeitet – egal, wie früh Sie bei uns eingehen.



 Bitte beachten Sie außerdem unsere Corona Info Seite und unsere FAQS



 Coronavirus: Beratung und wichtige Infos für Betriebe
 FAQs Corona für Betriebe
 FAQs Corona für Arbeitnehmer, Ausbildung und Prüfungen