Schaufesnter des Meisterprüfungsprojektes von Laura Wagner - Bäckermeisterin
Laura Wagner

Ende Juli sind sieben glückliche Jungmeisterinnen und -meister aus der Meisterprüfung im Bäcker-Handwerk hervorgegangen. Seit Februar 2021 hatten die Absolventinnen und Absolventen an der Justus-von-Liebig-Schule in Mannheim die Schulbank gedrückt ¿ oder besser gesagt, den Teig geknetet. Meisterprüfung im Bäcker-Handwerk an der Justus-von-Liebig-Schule Mannheim

Mit der Abnahme der letzten Prüfungen in der Fachpraxis und –theorie endet eine sehr intensive und lehrreiche Zeit für die Teilnehmer/innen des Vorbereitungskurses. Darunter auch Laura Wagner, welche sich mit 27 Jahren entschloss, Ihren bisherigen Beruf als Hotelfachfrau aufzugeben und neue Wege zu gehen. Die Idee dazu entwickelte sich über die Zeit in der Hotel-Branche. Vor allem die professionelle Patisserie in den Küchen hinterließ Eindruck bei der gebürtigen Mannheimerin. Nach weiteren Jahren als Servicemitarbeiterin in mehreren Hotels und zahlreichen Backversuchen zu Hause, machte sie schließlich ihr liebgewonnenes Hobby zum Beruf und zur Berufung. Dank der familiären Unterstützung hat sie nach der Ausbildung zur Konditorgesellin ihren Meister im Konditoren- und Bäcker-Handwerk darauf gesattelt. Und das nicht nur weil sie sich mit ihrem Mann selbständig machen möchte, sondern auch um das erworbene Wissen an Auszubildende weiterzugeben. „Ich möchte die Menschen mit Freude, an die beiden wundervollen Handwerke heranführen, Sie auf Ihrem Weg unterstützen und das Maximale aus Ihnen herausholen“, freut sich Wagner auf die zukünftigen Aufgaben.

Laura Wagner - Meisterarbeit Bäcker-Handwerk
Laura Wagner

Sie blickt gerne auf die Zeit im Vorbereitungskurs zurück. Durch die Organisation des Kurses in Vollzeit konnte sich Laura Wagner hundertprozentig auf die Meisterprüfung konzentrieren. Neben dem Zusammenhalt in der Klasse erinnert sie sich auch voller Respekt an den Einsatz und die Geduld der Lehrkräfte, die fast Tag und Nacht erreichbar waren und den Prüflingen wahnsinnig viel beigebracht haben.

Am Ende steht schließlich das Meisterprüfungsprojekt eines jeden Prüflings. Ihr Schaufenster, mit zahlreichen Leckereien, widmete sie sich dem Thema „Meine kulinarische Heimat“. „Essen bedeutet für mich nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern Genuss, Erinnerungen an meine Kindheit und besondere Momente in meinem Leben“, erklärt Wagner im Hinblick auf die Themenwahl. So verarbeitete sie in einem Spezialbrot, welches Sie an ihre Zeit auf Fuerteventura erinnerte, unter anderem Kartoffeln und Chorizo und präsentierte  einen „Traveller Cake“ dessen Genuss sie in London kennen gelernt hat.  Beim Rezept und Geruch ihres Roggenbrotes holte sie sich die Erinnerungen aus der Kindheit zurück: „Jeden Tag, wenn ich morgens zur Schule lief, kam ich an dieser Backstube vorbei. Diesen speziellen Geruch von frischem Brot erkenne ich heute noch.“

 
Der Meistertitel ist für Laura Wagner der größte berufliche Erfolg, der mit nichts zu vergleichen ist. Er ist einer der wichtigsten Schritte in Richtung Selbstständigkeit und für Ihre weitere berufliche Laufbahn. „Ich bin wahnsinnig stolz es geschafft zu haben und vor allem mit so einem guten Ergebnis“, resümiert sie und gibt folgenden Ratschlag an künftige Handwerksgesellen: „Der Meisterkurs ist hart, wahnsinnig anstrengend und oft an seiner persönlichen Grenze. Aber es lohnt sich sowas von! Es gibt einem einen richtigen Schub. Man lernt nochmal super viel, gerade auch im praktischen Bereich, und man lernt vor allem viele Menschen kennen, die dieselbe Leidenschaft zu diesem Beruf haben wie man selbst.“

Laura Wagner - Bäckermeisterin
Laura Wagner

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