Pressemitteilung vom 03.11.2026Vom Holzgestell zum Luxus-Sessel: Wie Raumausstatter den Komfort ins Leben bringen

03.11.206 Raumausstatterin Annalena Gröger aus Haßloch hat beim Wettbewerb "Zeig’s allen!" der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald in der Kategorie "Gesellenstück" die meisten Stimmen erhalten und gewonnen.

Klaus Hofmann und Annalena Gröger stehen lächelnd vor einem blauen Banner mit dem Slogan "Wir sind Handwerker. Wir können das."; Gröger hält eine Urkunde mit "1. Platz".
Handwerkskammer-Präsident Klaus Hofmann übergab Urkunde und Preis an die Siegerin in der Kategorie "Gesellenstück" beim Wettbewerb "Zeig’s allen!", Raumausstatterin Annalena Gröger. | © Handwerkskammer

Annalena Gröger entscheidet Kammerwettbewerb "Zeig’s allen!" in der Kategorie "Gesellenstück" für sich – An den Waldbewohnern fürs Meister-Zimmer wird schon jetzt gehäkelt

Bei Annalena Gröger war die Freude riesengroß. Als sie aus den Händen von Kammerpräsident Klaus Hofmann Urkunde und Preis als Siegerin beim Wettbewerb "Zeig’s allen!" entgegennahm, dachte sie schon an die nächste Teilnahme. Diesmal hatte sie in der Kategorie "Gesellenstück" gewonnen. Die Meisterschule in Stuttgart hat die Raumausstatterin gerade erst begonnen, das Meisterstück steht also noch bevor. In dieser Kategorie sicherte sich in diesem Jahr der Mannheimer Metzgermeister Philipp Burkhardt den Sieg.

Sichtbarkeit fürs Handwerk

Dass "Zeig’s allen!" eine Plattform ist, die Können im Handwerk auf verschiedenen Ebenen sichtbar macht, unterstrich Präsident Klaus Hofmann bei der Preisübergabe an die beiden Gewinner. Der jährliche Fotowettbewerb der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald bietet Gesellen- und Meisterstücken eine Plattform und lässt die Community mit Likes entscheiden, wer den Sieg einfährt. Annalena Gröger hat hierbei deutlich überzeugt. 1.122 Stimmen erhielt die 21-Jährige aus Haßloch von insgesamt 3.358 Stimmen, die auf alle 18 Teilnehmenden entfielen. Ein klares Ergebnis, das sie und ihre Eltern besonders stolz machte. Die ganze Familie war zugegen, als der Preis im Präsidentenzimmer der Handwerkskammer überreicht wurde. "Wir haben über 130 Berufsbilder im Handwerk", sagte Klaus Hofmann. "Wie unterschiedlich sie sind, sieht man auch an den Gewinnern in diesem Jahr: Metzger-Handwerk und Raumausstatter-Handwerk."

Gepolsterter Sessel ist das Highlight

Was nicht nur die beiden Gewinner, sondern überhaupt viele im Handwerk verbindet, ist die Leidenschaft für den eigenen Beruf. Auch Annalena Gröger hat im Raumausstatter-Handwerk ihre Passion gefunden. "Ich habe schon als Kind mein Zimmer total gerne umgeräumt", erzählt sie. Heute darf sie von Berufs wegen dekorieren, gestalten, kreativ und vielseitig sein. Dass die Arbeit des Raumausstatters aber weit über Ideenfindung und gestalterische Leistung hinausgeht, zeigte das Gesellenstück der jungen Frau, mit dem sie beim Wettbewerb "Zeig’s allen!" überzeugte. Ihre Ausbildung mit dem Schwerpunkt "Polstern" verlangte auch bei der praktischen Prüfungsaufgabe Höchstleistung auf diesem schwierigen Gebiet. Und so ist der im Schauabteil zu sehende Sessel nicht nur in optischer, sondern auch in handwerklicher Hinsicht das absolute Highlight. "Man muss sich vorstellen, dass es da am Anfang nichts gibt", berichtet Annalena Gröger. "Einfach nur ein Holzgestell." Aufbau, Polsterung, Bezug – alles galt es selbst zu machen. Am Ende hatte Annalena Gröger einen echten Eyecatcher erarbeitet, dessen extravaganter Blumenstoff Ausgangsbasis für die Gesamtausstattung des Schauzimmers war. 16 Stunden hat sie an dem Sessel gearbeitet. Heute steht er zuhause in ihrem Zimmer.

Basis für ein erfülltes Berufsleben

Die eigene Leistung vor Augen zu haben, trägt mit zur Zufriedenheit im Handwerk bei. "Abends sehen, was man tagsüber gearbeitet hat, gibt einfach ein gutes Gefühl", sagt Kammerpräsident Klaus Hofmann. In Verbindung mit der Überzeugung vom eigenen Beruf habe man eine unbezahlbare Grundlage für ein erfülltes Arbeitsleben. "Es gibt doch nichts Schöneres, als das, was man mitbringt – sein Faible, sein Talent – in seinem Beruf ausleben zu können", findet Präsident Klaus Hofmann. "So hat man dauerhaft Spaß an dem, was man täglich tut."

Annalena Gröger kann das nur unterschreiben. Seit ihrem zehnten Lebensjahr schon wollte sie ins Handwerk und Raumausstatterin werden. Mit der dualen Ausbildung, die sie bei Dirion Raumausstattung in Bad Dürkheim und an der Justus-von-Liebig-Schule in Mannheim absolvierte, wurde dieser Traum wahr. Zu Ende ist er nach der Gesellenprüfung, die sie über die Raumausstatter- und Sattler-Innung Rhein-Neckar vor der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald ablegte, für die 21-Jährige damit lange nicht. Mit der Fortbildung zur Meisterin geht sie den nächsten Schritt. Fernziel: Irgendwann einmal als Restauratorin arbeiten. "Am liebsten in einem Schloss" – das wäre so eine Vorstellung. Utopisch ist das keineswegs. Auch Kammerpräsident Klaus Hofmann weiß zu erzählen, dass man im Handwerk die tollsten Dinge erlebt. Ihm selbst ist es so ergangen.

Der Schreinermeister hat für prominente Menschen wie Altkanzler Helmut Kohl gearbeitet und zusammen mit einem Restaurator den Ambo im Petersdom in Rom gebaut. "Wir können im Handwerk wirklich einiges erleben", sagt er.

Schon das Meisterstück vor Augen

Und zwar mehr als manchmal nach außen sichtbar wird. Auch deshalb hat die Handwerkskammer Mannheim mit "Zeig’s allen!" einen Wettbewerb ins Leben gerufen, der die Arbeiten am Ende der Gesellen- und der Meisterzeit sichtbar macht und ins Gespräch bringt. "In vielen dieser Arbeiten steckt die ganze Bandbreite von Anforderungen in einem Beruf", so Kammerpräsident Klaus Hofmann. Zu sehen im Bereich Raumausstattung am Gesellenstück von Annalena Gröger: Da entstand eine Wandbespannung, ein Bodenbelag wurde inklusive Intarsien verlegt, das Fenster mit Vorhängen ausgestattet und noch so manches mehr dekoriert. Alles perfekt aufeinander und auf das besagte Kernstück, den Sessel im floralen Dessin, abgestimmt. Annalena Gröger war zufrieden mit ihrem Gesellenstück. Die Community beim Wettbewerb "Zeig’s allen!" auch, wie die vielen Stimmen zeigten. Und kaum ist das Gesellenstück vollbracht, hat die 21-Jährige aus Haßloch auch schon die nächste Station konkret vor Augen: Ihr Meisterstück soll nämlich ein Waldzimmer werden. An den passenden Waldbewohnern häkelt sie schon.

Mehr zum Wettbewerb auf www.hwk-mannheim.de/zeigsallen.



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