Der Kammerbezirk der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald
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Pressemitteilung vom 25.07.2022Kammerpräsident Klaus Hofmann stellt Zahlen des Handwerks 2021 vor

Erneut gewachsen ist die Zahl der Handwerksbetriebe im Rhein-Neckar-Odenwald-Kreis. Kammerpräsident Klaus Hofmann berichtete vor den Delegierten der Vollversammlung von 13.755 Betrieben, die mit Stand vom 7. Juli 2022 in der Handwerksrolle erfasst waren. „Das sind 464 Betriebe mehr als noch vor einem Jahr, was bedeutet: Trotz aller Widrigkeiten, die immer noch aufgrund der Pandemie nachwirken, trotz Materialengpässen, Preissteigerungen und trotz des Kriegs in der Ukraine mit all seinen negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft insgesamt, kann eine Steigerung verzeichnet werden“, so Klaus Hofmann.

Am stärksten vertreten sind im zulassungspflichtigen Handwerk die Friseure. Hier wurden zum 31. Dezember 2021 im Rhein-Neckar-Odenwald-Gebiet 1.270 Betriebe gezählt. Auf Platz zwei rangieren die Fliesen-, Platten- und Mosaikleger mit 983 Betrieben, 62 weniger als im Vorjahresvergleich. Auf den weiteren Rängen liegen die Kraftfahrzeugtechniker (791 Betriebe), Elektrotechniker (770 Betriebe) sowie Installateure und Heizungsbauer (710 Betriebe). Die fünf stärksten zulassungsfreien Berufe im Kammergebiet sind Kosmetiker (1.054), Gebäudereiniger (880), Fotografen (513), Holz- und Bautenschützer (151) sowie Maßschneider (116).

Die neuen Zahlen des Handwerks hat die Kammer in einer Broschüre festgehalten, die die Entwicklung zum Jahresende 2021 erfasst. Zu diesem Zeitpunkt waren rund 86.600 Menschen in den Betrieben des Kammergebietes beschäftigt. Sie erwirtschafteten einen Umsatz von mehr als 6,73 Milliarden Euro, was ein leichtes Plus gegenüber den 6,6 Milliarden Euro vom Vorjahr bedeutet.

Im Jahr 2021 wurden 1.665 neue Berufsausbildungsverträge zwischen Rhein, Neckar und Odenwald abgeschlossen, 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings ist die Gesamtzahl an Auszubildenden im Kammerbezirk weiter rückläufig. Sie lag 2021 bei insgesamt 4.290 Lehrlingen und unterschritt damit um zwei Prozent die Zahl aus dem Vorjahr, als es 4.378 Auszubildende in der Region gab. Von den bis zum Jahresende 2021 im Kammergebiet registrierten Lehrlingen waren 3.548 männlich und 742 weiblich. Am stärksten nachgefragt waren Berufe im Bereich Elektro und Metalltechnik – hier wurden 2.071 Ausbildungsverträge geschlossen. Mit großem Abstand folgen Gesundheit/Körperpflege/Reinigungsgewerke mit 567 sowie die Bau- und Ausbaugewerke mit 557 Auszubildenden.

Platz eins der stärksten Ausbildungsberufe in der Handwerksregion Rhein-Neckar-Odenwald ist der Beruf des Kraftfahrzeugmechatronikers mit aktuell 668 Auszubildenden, gefolgt vom Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit 556 sowie Elektronikern für Energie- und Gebäudetechnik mit 392 Lehrlingen. Trotz der rückläufigen Ausbildungszahlen belegt das Handwerk immer noch einen der Spitzenplätze bei der Ausbildung junger Menschen. Mehr als 40 Prozent der gewerblich-technischen Auszubildenden in Deutschland lernen in einem Handwerksberuf.

Deutlich nach oben ging 2021 die Zahl der Meisterabsolventen: Mit 518 erfolgreich bestandenen Meisterprüfungen liegt die Zahl so hoch wie seit dem Jahr 2015 nicht mehr. Die meisten Meisterinnen und Meister, nämlich 96, brachten im vergangenen Jahr die Friseure hervor, gefolgt von 78 bei den Kraftfahrzeugtechnikern, 61 bei den Hörakustikern, 44 im Bereich Feinwerkmechanik und jeweils 40 bei den Bäckern und Konditoren.

Die vollständigen Zahlen des Handwerks 2022 sind auf der Website der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald unter der Rubrik „Über uns“ / „Zahlen Daten Fakten“ auf www.hwk-mannheim.de einzusehen.



Marina Litterscheidt

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