Avanti - Ralf Poller

Mitgliedschaft in der Handwerkskammer

Die Mitgliedschaft in der Handwerkskammer regelt das Gesetz zur Ordnung des Handwerks

Mitglieder der Handwerkskammer

Zu den Mitgliedern gehören

  • die Inhaber eines Betriebes eines zulassungspflichtigen Handwerks,
  • die Inhaber eines Betriebes nach § 90 Abs. 3 HwO,
  • die Inhaber eines Betriebes eines zulassungsfreien Handwerks,
  • die Inhaber eines Betriebes eines handwerksähnlichen Gewerbes,
  • die Gesellen,
  • die anderen Arbeitnehmer mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und
  • die Lehrlinge

im Bezirk der Handwerkskammer (s. § 90 Abs. 2 bis 4 HwO).

Der Bezirk der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald umfasst die kreisfreien Städte Mannheim und Heidelberg sowie den Rhein-Neckar-Kreis und den Neckar-Odenwald-Kreis.

Die Zugehörigkeit zur Handwerksorganisation richtet sich grundsätzlich nicht nach der Betriebsgröße, nach dem Umsatz oder nach der Ausübung im Voll- oder Nebenerwerb.

Nähere Informationen zur Mitgliedschaft und den Aufgaben und Leistungen der Handwerkskammer finden Sie in der Rubrik Unter uns.

 


Handwerksrolle

In die Handwerksrolle sind die Inhaber eines Betriebs einzutragen, die ein zulassungspflichtigen Handwerks als stehendes Gewerbe selbstständig ausüben.

Ein Gewerbebetrieb ist ein Betrieb eines zulassungspflichtigen Handwerks, wenn er handwerksmäßig betrieben wird und ein Gewerbe vollständig umfasst, das in der Anlage A aufgeführt ist, oder Tätigkeiten ausgeübt werden, die für dieses Gewerbe wesentlich sind.

Auf eine exakte Definition des Handwerks hat der Gesetzgeber jedoch verzichtet und es auch nicht wie zum Beispiel in anderen europäischen Ländern auf bestimmte Betriebsgrößen festgelegt. Das Handwerk erhält dadurch Raum, sich an wirtschaftliche und technische Entwicklungen anzupassen.

Die Handwerkskammer berät Sie gerne zu der Frage, ob Ihre Gewerbetätigkeit den Regeln der Handwerksordnung unterfällt.

Bei Gewerbetreibenden, die sowohl handwerkliche als auch nichthandwerkliche Arbeiten ausführen, bestehen besondere gesetzliche Regeln. Auch zu dieser Frage stehen wir Ihnen beratend zur Seite.

Wir empfehlen Ihnen, die handwerksrechtliche Einordnung Ihrer Gewerbetätigkeit bereits vor der Gewerbeanmeldung mit uns abzuklären. Unabhängig davon ist die Aufnahme eines zulassungspflichtigen Handwerks bei der Handwerkskammer unverzüglich anzuzeigen.

Um Sie als Inhaber eines Betriebes eines zulassungspflichtigen Handwerks in die Handwerksrolle eintragen zu können, müssen Sie oder ein von Ihnen beschäftigter fachlich-technischer Betriebsleiter über die notwendige handwerkliche Qualifikation verfügen.

Die notwendige Qualifikation für das zu betreibende oder mit diesem verwandten zulassungspflichtigen Handwerk ist in § 7 HwO geregelt. Hierzu zählen insbesondere

  • der deutsche Meisterbrief
  • ein Abschluss als Ingenieur oder staatlich geprüfter Techniker
  • eine der Meisterprüfung gleichwertige deutsche staatlich oder staatlich anerkannte Prüfung (z. B. Industriemeister)
  • eine Gleichwertigkeitsfeststellung nach § 50b HwO (Berufsanerkennung/Anerkennung ausländischer Abschlüsse)
  • eine Ausnahmegenehmigung nach §§ 7a, 7b, 8 oder 9 HwO

Wir unterstützen Sie bereits im Vorfeld der Eintragung bei der Feststellung, ob und inwieweit Ihre berufliche Qualifikation den gesetzlichen Anforderungen entspricht und wie das Betriebsleiterverhältnis rechtlich und tatsächlich ausgestaltet sein muss.



Gewerbeverzeichnis

Das Gewerbeverzeichnis (auch: Gewerberolle) erfasst die Inhaber eines Betriebes eines zulassungsfreien Handwerks oder eines handwerksähnlichen Gewerbes.

Ein Gewerbe ist ein zulassungsfreies Handwerk im Sinne der HwO, wenn es handwerksmäßig betrieben wird und in Anlage B Abschnitt 1 zur HwO aufgeführt ist.

Ein Gewerbe ist ein handwerksähnliches Gewerbe im Sinne der HwO, wenn es handwerksähnlich betrieben wird und in Anlage B Abschnitt 2 zur HwO aufgeführt ist.

Die Ausübung eines zulassungsfreien Handwerks oder eines handwerksähnlichen Gewerbes ist nicht von der vorherigen Eintragung in das Gewerbeverzeichnis abhängig. Die Handwerksordnung sieht jedoch auch hier die gesetzliche Mitgliedschaft in der Handwerkskammer vor und normiert eine entsprechende Anzeigepflicht.

Ausnahmegenehmigung

Für Gewerbetreibende, die keinen deutschen Meisterbrief oder eine gleichwertige Qualifikation (z. B. Ingenieure, Techniker etc.) besitzen, besteht die Möglichkeit bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen eine Ausnahmegenehmigung zur Eintragung in die Handwerksrolle zu beantragen.

In Betracht kommt die Beantragung einer

  • Ausübungsberechtigung nach § 7a HwO für Personen, die bereits ein zulassungspflichtiges Handwerk betreiben
  • Ausübungsberechtigung nach § 7b HwO für Gesellen mit qualifizierter Berufserfahrung
  • Ausnahmebewilligung nach § 8 HwO bei Unzumutbarkeit der Meisterprüfung
  • Ausnahmebewilligung nach § 9 HwO für Staatsangehörige eines EU-Mitgliedsstaats, eines anderen EWR-Staats (Island, Lichtenstein, Norwegen) oder der Schweiz

Die Handwerkskammer prüft und entscheidet über die Ausnahmegenehmigungsanträge aus ihrem Kammerbezirk.





B1, 1-2
68159 Mannheim
Tel. 0621 18002-128
Fax 0621 18002-124
brosch--at--hwk-mannheim.de

B1, 1-2
68159 Mannheim
Tel. 0621 18002-126
Fax 0621 18002-124
geiger--at--hwk-mannheim.de

B1, 1-2
68159 Mannheim
Tel. 0621 18002-129
Fax 0621 18002-124
gunkel--at--hwk-mannheim.de

B1, 1-2
68159 Mannheim
Tel. 0621 18002-127
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langlotz--at--hwk-mannheim.de

B1, 1-2
68159 Mannheim
Tel. 0621 18002-125
Fax 0621 18002-124
henning--at--hwk-mannheim.de