Einstigsqualifizierung (EQ)
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Einstiegsqualifizierung

Vielen kennen die Einstiegsqualifizierung unter dem Kürzel "EQ". Doch was verbirgt sich dahinter? Und was hat sie mit der Ausbildung zu tun? Wir erklären es Ihnen und zeigen, welche Vorteile eine Einstiegsqualifizierung in bestimmten Fällen hat.

Hinter der sogenannten "Einstigesqualifizierung" (EQ) steckt ein Programm der Bundesagentur für Arbeit und den Jobcentern. Die EQ ist ein Langzeitpraktikum, dass mindestens 6 und maximal 12 Monaten dauert und jungen Leuten, die Schwierigkeiten haben, in das System der dualen Ausbildung zu gelangen, den Einstieg erleichtern. 

Während dieser Zeit bekommen die Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen Ausbildungsinhalte von Ihnen vermittelt. Hier gibt es Vorgaben, die Sie als Ausbildungsbetrieb in der besagten Zeit erfüllen müssen. Der Vorteil für Sie als Betrieb liegt darin, auch arbeitswillige Kandidatinnen und Kandidaten, die Anlaufschwierigkeiten haben und unter Umständen noch nicht ausbildungsreif sind, dennoch an Ihr Unternehmen zu binden.

Sie als Betrieb vereinbaren einen schriftlichen Vertrag über eine Einstiegsqualifizierung mit einer bzw. einem Jugendlichen, den Sie bei uns einreichen. Den Vordruck eines solchen Vertrages erhalten Sie bei unseren Mitarbeitern in der Lehrlingsrolle oder bei unseren AUsbildungsberatern.

Welche Betriebe können mitmachen?

Eine Einstiegsqualifizierung durchführen können grundsätzlich alle Betriebe, die in der Lage sind, zumindest Teilqualifikationen des Ausbildungsberufes zu vermitteln. Vorrangig sollten ausbildungsberechtigte Betriebe angesprochen werden, da eine anschließende Ausbildung im selben Betrieb erwünscht ist. Eine Ausbildungsberechtigung ist allerdings nicht zwingend erforderlich.

Höhe der Förderung

Der Betrieb erhält hierfür von der Agentur für Arbeit oder dem jeweiligen Träger der Grundsicherung eine Vergütung von 231 Euro/Monat sowie einen pauschalierten Anteil am durchschnittlichen Gesamtsozialversicherungsbeitrag.

Vergütung und Sozialversicherung der Jugendlichen

Die Höhe der Vergütung liegt – sofern kein Tarifvertrag mit einer Regelung zu einschlägigen Maßnahmen besteht - in der Gestaltungsfreiheit der Vertragsparteien. Regelungen für die Ausbildungsvergütung gelten nicht.

Während der Einstiegsqualifizierung besteht Versicherungspflicht in der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie in der gesetzlichen Unfallversicherung.

Wird vertraglich eine Vergütung von 231 Euro vereinbart, so entstehen dem Betrieb - wenn er die EQ-Förderung von der Arbeitsagentur erhält - keine Kosten durch die Vergütung des Teilnehmers, da er von der Arbeitsagentur 231 + 116 = 347 Euro (also auch der Arbeitgeberanteil) erhält. Hiervon zahlt er dem Teilnehmer den Nettobetrag von 231 Euro aus und führt den Rest an den Sozialversicherungsträger ab. Lediglich die Sach- und Personalkosten z.B. für Material oder Ausbilder sind dann vom Betrieb zu zahlen.

Hier nochmals die Vorteile auf einen Blick:
  • Sie geben chancenschwachen Menschen eine Perspektive
  • Sie können frühzeitig mögliche Auszubildende kennen lernen
  • Die monatliche Vergütung für den Jugendlichen wird durch die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter finanziert

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Agentur für Arbeit.

Ansprechpartner

Laura Sauer

Tel. 0621 18002-135
Fax 0621 18002-3135
sauer.l--at--hwk-mannheim.de

Rainer Kettner

Tel. 0621 18002-136
Fax 0621 18002-3136
kettner--at--hwk-mannheim.de

Yasmin Al-Shakran

Tel. 0621 18002-137
Fax 0621 18002-3137
al-shakran--at--hwk-mannheim.de