Prüfung Handwerk; vorzeitige Zulassung
Seventyfour - AdobeStock

Prüfung

Verschiedene Voraussetzungen führen dazu, dass du als Auszubildende oder Auszubildender die Möglichkeit hast deine Lehre zu verkürzen. Zusätzlich findest du hier auch Informationen rund um das Thema Prüfungen.

Prüfung

Die Abschlussprüfung der Ausbildung wird in den meisten Berufen über die jeweilige Innung und deren Prüfungsausschüsse organisiert. Inlediglich zwei Berufen wird die Prüfung durch die Handwerkskammer selbst durchgeführt.  Hierzu gehören die Berufe "Kauffrau/-mann für Büromanagement und Feinwerkmechaniker/-in.

Zentrale Sammelstelle der Prüfungsergebnisse sind die Innungen, die der Kammer die Prüfungsergebnisse übermitteln. Hier werden die Niederschriften erstellt und die Prüfungsergebnisse in die Lehrlingsrolle eingepflegt.

Alle Informationen zum Ausbildungsende und dem Verlängerungsanspruch im Rahmen der nicht bestandenen Prüfung finden Sie in dem rechts stehenden Merkblatt.



Vorzeitige Zulassung

Auszubildende können auf Antrag vorzeitig zur Gesellen- oder zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn Ihnen der Ausbildungsbetrieb und die Berufsschule überdurchschnittliche Leistungen bescheinigen.

Unterschied Verkürzung - vorzeitige Zulassung

Der Unterschied ist folgender: Eine Verkürzung wirkt sich unmittelbar auf das Ausbildungsverhältnis aus. Der Ausbildungsvertrag endet zu dem vereinbarten Datum. Insofern verpflichtet sich der Ausbildungsbetrieb, alle relevanten Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten in der verkürzten Zeit zu vermitteln.

Die vorzeitige Zulassung berührt das Ausbildungsverhältnis nicht unmittelbar. Die Zulassung wird aber erst dann möglich sein, wenn der für die Prüfung relevante Lernstoff im Wesentlichen vermittelt wurde. Dann wird die Prüfung um einen Termin vorgezogen. Ein Beispiel: Endet die Ausbildung im Ausgust, so wäre der reguläre Prüfungszeitraum Sommer. Werden Auszubildende vorzeitig zugelassen findet die Prüfung bereits im Winter statt. Die Berufsausbildung endet mit dem Bestehen der (vorzeitigen) Prüfung. Erst zu diesem Zeitpunkt wirkt sich die vorzeitige Zulassung auf das Ausbildunsverhältnis aus.

Kriterien

Der Ausbildungsbetrieb muss "gute" bis "sehr gute" praktische Leistungen bescheinigen. Der Notendurchschnitt in den prüfungsrelevanten Fächern der Berufsschule muss mindestens "gut" (2,5) betragen. Die entsprechenden Fächer/Prüfungsbereiche entnehmen Sie der Ausbildungsordnung.

Antragstellung

Der Antrag muss eine Stellungnahme des Ausbildenden sowie der Berufsschule über den aktuellen Leistungsstand enthalten. Fügen Sie auch das letzte Jahreszeugnis oder eine Notenbestätigung der Berufsschule bei. Reichen Sie den Antrag über die zuständige Innung bei der Handwerkskammer ein.

Wichtig ist, dass der Antrag rechtzeitig vor dem gewünschten Prüfungstermin gestellt wird. Die Zwischenprüfung bzw. der Teil 1 der Gesellen- oder der Abschlussprüfung müssen Sie zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits abgelegt haben.

  Ansprechpartner

Laura Sauer

Tel. 0621 18002-135
Fax 0621 18002-3135
sauer.l--at--hwk-mannheim.de

Rainer Kettner

Tel. 0621 18002-136
Fax 0621 18002-3136
kettner--at--hwk-mannheim.de

Yasmin Al-Shakran

Tel. 0621 18002-137
Fax 0621 18002-3137
al-shakran--at--hwk-mannheim.de

Nachteilsausgleich

Menschen mit einer Behinderung können infolge ihrer individuellen Beeinträchtigungen/Einschränkungen Nachteile beim Erbringen von Leistungen entstehen. Zur Kompensation dieser Nachteile besteht für sie die Möglichkeit, Nachteilsausgleiche bei der Durchführung einer Prüfung zu erhalten. Dies gilt insbesondere für die Dauer der Prüfung, die Zulassung von Hilfsmitteln und die Inanspruchnahme von Hilfeleistungen Dritter, wie Gebärdensprachdolmetscher für Menschen mit Hörschädigung.

Das Berufsbildungsgesetz und die Handwerksordnung regeln einen Anspruch für Menschen mit einer Behinderung, damit ihre besonderen Verhältnisse bei der Durchführung von Prüfungen in der beruflichen Bildung berücksichtigt werden. Dieser Anspruch ist Teil der „angemessenen Vorkehrungen“, wie sie die UN-Behindertenrechtskonvention auch für den Bildungsbereich vorsieht. Diese Nachteilsausgleiche sind keine „Vergünstigungen“, sondern kompensieren behinderungsbedingte Benachteiligungen in der Prüfungssituation. Die Prüfungsanforderungen bleiben qualitativ erhalten.



Ansprechpartnerin

Kathrin Klein

Tel. 0621 18002-132
Fax 0621 18002-139
klein.k--at--hwk-mannheim.de